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    Wenn Assad verschwindet… - syrischer Vize-Außenminister erläutert Folgen

    © AFP 2019 / Louai Beshara
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    US-Raketenangriff auf syrische Luftwaffenbasis (93)
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    Syrien wird im Falle eines Rücktritts der amtierenden Regierung nicht mehr als Staat existieren und schließlich zerfallen, wie der syrische Vize-Außenminister Faisal Mikdad gegenüber RIA Novosti sagte. Außerdem verurteilte er arabische Länder wegen ihrer Unterstützung der USA.

    „Wir sagen immer, dass Syrien ohne diese Leitung, Verwaltung und den Präsidenten zerbröckeln wird, und der Staat sowie seine Institutionen hören mit deren Existenz auf“, so Mikdad.

    Er betonte dabei, dass die syrische Regierung die Notwendigkeit von Reformen durchaus begreife.

    Außerdem verwies er darauf, dass die sogenannte Übergangsperiode, zu der seit 2011 die syrische Opposition sowie viele westlichen Länder aufrufen, für viele, darunter auch für den Syrien-Beauftragten der Uno, Staffan de Mistura, zur „Hauptbesorgnis“ geworden sei. Dies mache ihn von einem Vermittler bei der Konflikt-Lösung zu einem Anhänger einer der Seiten.

    Zudem ist der syrische Vize-Außenminister der Auffassung, dass die Regierungen einiger arabischer Staaten die US-Angriffe auf Syrien unterstützt hätten, weil sie Angst davor hätten, ihre eigene Macht zu verlieren, und weil die USA als ihr Schützer auftraten.

    „Die USA sollten sich nicht darüber freuen, dass irgendwelche Könige und Staatschefs die Aggression solcher Art unterstützt haben, weil jene einfach für sich selbst fürchten“, so Mikdad weiter.

    Saudi-Arabien, Jordanien, die Vereinigten Arabischen Emirate und die Türkei „bedienten“ Washington, damit es sie verteidige. Dafür würden diese Staaten den USA Milliarden US-Dollar zahlen, was aber negativ die Entwicklung dieser Länder beeinflusse.

    In diesem Zusammenhang interessiert Mikdad zufolge Syrien die Meinung dieser Länder nicht.

    „Wir sehen keinen Wert in solchen Erklärungen, weil sie nicht die Meinung der Völker, sondern die der Regimes widerspiegeln, deren Schicksal mit der amerikanischen Unterstützung zu tun hat“, betonte er abschließend.

    In der Nacht zum Freitag hatte die US-Armee nach eigenen Angaben 59 Raketen des Typs Tomahawk auf den Flugplatz Schairat der syrischen Armee in der Provinz Homs abgefeuert. Zuvor hatten die USA, ohne jegliche Beweise vorzulegen, die syrischen Streitkräfte, die von diesem Militärstützpunkt aus arbeiten, für die Chemieattacke auf Bürger in der syrischen Provinz Idlib in Syrien vom 4. April verantwortlich gemacht.

    Laut dem Gouverneur der Provinz Homs forderte der Raketenangriff sieben Menschenleben — fünf Militärs und zwei Zivilisten. Nach den Angaben des russischen Verteidigungsministeriums sind zwei syrische Militärs verschollen, vier wurden getötet und sechs während der Brandbekämpfung verletzt. Das syrische Militär teilte indes mit, zehn  Mann verloren zu haben. Die Lokalbehörden berichten auch von mehreren zivilen Opfern, darunter Kinder.

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    Konfliktlösung, Reformen, Verteidigung, Unterstützung, Angriffe, Angst, Rücktritt, Regierung, Syrien-Konflikt, Feyssal Mikdad, Staffan de Mistura, Baschar al-Assad, Jordanien, Türkei, Vereinigten Arabischen Emirate (VAE), Saudi-Arabien, USA, Syrien