00:54 25 April 2017
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    Britischer Außenminister Boris Johnson (Archivbild)

    Nach Absage von Russland-Reise: Johnson beharrt nun auf neue Sanktionen gegen Moskau

    © AFP 2017/ Leon Neal
    Politik
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    Sanktionen gegen Russland (2017) (104)
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    Der britische Außenminister Boris Johnson, der seine für den 10. April geplante Moskau-Reise abgesagt hat, will nun nach eigenen Angaben mit den G7-Partnern die Verhängung neuer Sanktionen gegen russische und syrische Militärs erörtern.

    „Russland hat die Wahl: auf der Seite der giftigen Regierung Assads zu bleiben oder zusammen mit den G7-Partnern an der politischen Regelung in Syrien zu arbeiten“, sagte Johnson gegenüber Journalisten am Montag in Italien, wo das Gipfeltreffen der G7-Außenminister stattfindet.

    Der Minister betonte ferner, dass die Teilnehmer des Gipfels die Möglichkeit der Verhängung zusätzlicher Sanktionen besprechen würden, “vor allem gegen einige syrische und auch russische Militärs, die an der Koordinierung von syrischen Militäraktivitäten beteiligt waren“.

    Zuvor hatte die amerikanische UN-Botschafterin Nikki Haley mitgeteilt, dass US-Präsident Donald Trump Sanktionen gegen Russland und den Iran für deren Syrien-Unterstützung erwäge. Johnson erklärte seinerseits, er wolle von den G7-Außenministern die Verschärfung der Anti-Russland-Sanktionen wegen den Ereignissen in Syrien verlangen.

    Der Sprecher des russischen Präsidenten, Dmitri Peskow, hatte am Montag erklärt, der Kreml wisse nichts von möglichen neuen US-Sanktionen gegen Moskau, weswegen es schwer sei, über Gegenmaßnahmen zu sprechen.

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