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    Bundeskanzlerin Angela Merkel und US-Präsident Donald Trump

    Trump berät mit Merkel und May über Syrien

    © AFP 2017/ Brendan Smialowski
    Politik
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    US-Raketenangriff auf syrische Luftwaffenbasis (93)
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    US-Präsident Donald Trump hat mit Bundeskanzlerin Angela Merkel und der britischen Regierungschefin Theresa May den US-Angriff auf einen syrischen Militärflugplatz telefonisch besprochen. Das teilte der Pressedienst des Weißen Hauses am Dienstag mit. Sie sollen Washingtons Luftschlag unterstützt haben.

    „Premierministerin Theresa May und Bundeskanzlerin Angela Merkel haben das Vorgehen der USA begrüßt und auf die Wichtigkeit verwiesen, den syrischen Präsidenten Baschar al-Assad für den mutmaßlichen Giftgasangriff zur Verantwortung zu ziehen“, heißt es.

    Zudem hätte sich Trump mit May und Merkel verständigt, weiterhin Kontakte zu Syrien und anderen internationalen Fragen von beiderseitigem Interesse zu unterhalten.  

    In der Nacht zum 7. April hatte die US-Armee nach eigenen Angaben 59 Raketen des Typs Tomahawk auf den Flugplatz Schairat der syrischen Armee in der Provinz Homs abgefeuert.

    Zuvor hatten die USA, ohne jegliche Beweise vorzulegen, die syrischen Streitkräfte, die von diesem Militärstützpunkt aus arbeiten, für die Chemieattacke auf Zivilisten in der syrischen Provinz Idlib in Syrien vom 4. April verantwortlich gemacht.

    US-amerikanischer strategischer Bomber B-52. Archivfoto
    © Foto: U.S. Air Force / Marianique Santos
    Nach syrischen und russischen Angaben traf die syrische Luftwaffe bei einem Angriff auf die Terrormiliz al-Nusra-Front in Chan Scheichun ein von Terroristen genutztes Lager mit Giftstoffen. Der syrische Außenminister Walid al-Muallem verwies am Donnerstag darauf, dass die ersten Meldungen über die Chemieattacke schon mehrere Stunden vor dem ersten Angriff der syrischen Luftwaffe eingegangen seien.

    Sämtliche C-Waffenvorräte der syrischen Regierung waren zwischen 2014 und 2016 unter Kontrolle der Organisation für das Verbot chemischer Waffen (OPCW) sichergestellt und vernichtet worden. Für die chemische Entwaffnung Syriens bekam die OPCW sogar den Nobelpreis.

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    Tags:
    Telefonat, Luftangriff, die Organisation für das Verbot chemischer Waffen (OPCW), Dschabhat al-Nusra, Theresa May, Donald Trump, Walid al-Muallim, Baschar al-Assad, Angela Merkel, Großbritannien, Syrien, Deutschland, USA