09:08 30 April 2017
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    Angela Merkel

    Merkel ruft Trump zu Kooperation mit Russland in Syrien auf

    © AP Photo/ Markus Schreiber
    Politik
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    Bundeskanzlerin Angela Merkel hat laut Regierungssprecher Steffen Seibert bei ihrem Telefonat mit US-Präsident Donald Trump vom Montagabend auf einer politischen Lösung der Syrien-Krise unter der UN-Schirmherrschaft beharrt und dabei auf eine besondere Rolle der Kooperation mit Russland verwiesen.

    Bundeskanzlerin Angela Merkel und US-Präsident Donald Trump
    © AFP 2017/ Brendan Smialowski
    Nach der "nachvollziehbaren US-Reaktion auf den grausamen Chemiewaffeneinsatz" in Syrien müsse nun alles unternommen werden, um den politischen Prozess unter dem Dach der Vereinten Nationen voranzubringen, teilte Seibert laut dpa am Dienstag in Berlin mit.

    Dabei sei eine Kooperation mit Russland von besonderer Bedeutung, um einen politischen Übergangsprozess einzuleiten.

    Ziel sei ein friedliches und stabiles Syrien ohne Staatschef Baschar al-Assad an der Spitze, so Seibert.

    In der Nacht zum 7. April hatte die US-Armee nach eigenen Angaben 59 Raketen des Typs Tomahawk auf den Flugplatz Schairat der syrischen Armee in der Provinz Homs abgefeuert.

    Zuvor hatten die USA, ohne jegliche Beweise vorzulegen, die syrischen Streitkräfte, die von diesem Militärstützpunkt aus arbeiten, für die Chemieattacke auf Zivilisten in der syrischen Provinz Idlib in Syrien vom 4. April verantwortlich gemacht.

    Nach syrischen und russischen Angaben traf die syrische Luftwaffe bei einem Angriff auf die Terrormiliz al-Nusra-Front in Chan Scheichun ein von Terroristen genutztes Lager mit Giftstoffen. Der syrische Außenminister Walid al-Muallem verwies am Donnerstag darauf, dass die ersten Meldungen über die Chemieattacke schon mehrere Stunden vor dem ersten Angriff der syrischen Luftwaffe eingegangen seien.

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    Tags:
    Luftangriff, dpa, Uno, Dschabhat al-Nusra, Walid al-Muallim, Donald Trump, Angela Merkel, Steffen Seibert, Syrien, USA
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