04:24 23 November 2017
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    Folgen des US-Raketenangriffes auf den syrischen Flugplatz Schairat

    Raketenangriff: USA wollen 20 Prozent der syrischen Luftwaffe vernichtet haben

    © Sputnik/ Mikhail Voskresenskiy
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    US-Raketenangriff auf syrische Luftwaffenbasis (93)
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    Bei dem massiven US-Raketenangriff auf den syrischen Militärflugplatz Schairat ist laut Pentagon-Chef James Mattis ein Fünftel der syrischen Kampffliegerkräfte zerstört worden. Das berichten US-amerikanische Zeitungen unter Berufung auf ein Statement von Mattis am Dienstag.

    Dem Verteidigungsminister zufolge seien vor allem startklare Kampfjets vernichtet worden. Zudem solle Damaskus die Möglichkeit verloren haben, seine Kampfflugzeuge auf dem Stützpunkt Schairat nachzutanken oder umzurüsten sowie die Piste für Militärzwecke zu nutzen, sagte Mattis in Washington.

    Derweil unterscheiden sich die Berichte der USA über die Anzahl der vernichteten Kampfjets von den Angaben der syrischen Seite: Washington meldet 20 zerstörte Kampfjets, während Damaskus auf den Verlust von lediglich zehn Maschinen besteht. Außerdem soll der Piste gar kein Schaden zugefügt worden sein.       

    In der Nacht zum 7. April hatte die US-Armee nach eigenen Angaben 59 Raketen des Typs Tomahawk auf den Flugplatz Schairat der syrischen Armee in der Provinz Homs abgefeuert.

    Zuvor hatten die USA, ohne jegliche Beweise vorzulegen, die syrischen Streitkräfte, die von diesem Militärstützpunkt aus arbeiten, für die Chemieattacke auf Zivilisten in der syrischen Provinz Idlib in Syrien vom 4. April verantwortlich gemacht.

    Nach syrischen und russischen Angaben traf die syrische Luftwaffe bei einem Angriff auf die Terrormiliz al-Nusra-Front in Chan Scheichun ein von Terroristen genutztes Lager mit Giftstoffen. Der syrische Außenminister Walid al-Muallem verwies am Donnerstag darauf, dass die ersten Meldungen über die Chemieattacke schon mehrere Stunden vor dem ersten Angriff der syrischen Luftwaffe eingegangen seien.

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    Giftgasangriff, Tomahawk-Marschflugkörper, Dschabhat al-Nusra, Walid al-Muallim, James Mattis, Syrien, USA
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