01:34 21 September 2017
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    US-Zerstörer USS Porter (DDG-78) feuert Tomahawk-Raketen im Mittelmeer ab (Symbolbild)

    Wie aus Luftballons gefeuert: Moskau über Effektivität des US-Angriffs in Syrien

    © AP Photo/ U.S. Navy
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    US-Raketenangriff auf syrische Luftwaffenbasis (93)
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    Das russische Verteidigungsministerium hat die Erklärung des Pentagons über die besonders hohe Effektivität des US-Raketenangriffs auf den syrischen Luftstützpunkt Schairat heftig kritisiert, wie der offizielle Sprecher des Ministeriums, Generalmajor Igor Konaschenkow, mitteilte.

    „Die im Pentagon erklärten Kennwerte einer angeblichen Effektivität des massiven Raketenangriffs auf den Luftstützpunkt Schairat sind für das amerikanische Publikum und nicht für Fachleute gemacht“, sagte Konaschenkow.

    „Erstens lässt sich darauf verweisen, dass sich alle Ziele der amerikanischen Marschflugkörper auf einem kleinen Platz kreuz und quer des klassischen Militärstützpunktes befanden. Zweitens stellten selbst die ,Zieleʻ vorwiegend große Wirtschafts- und andere Gebäude dar“, erklärte er.

    Selbst wenn alle 59 Tomahawk-Marschflugkörper auf einmal von Luftballons abgefeuert worden wären, wäre die Effektivität ebenso wie jetzt gewesen, so Konaschenkow. Die USA erreichten ihr Ziel also nicht: Die syrische Armee „fährt fort, ihr Land von Terroristen zu befreien“.

    In der Nacht zum Freitag hatte die US-Armee nach offiziellen Angaben 59 Raketen des Typs Tomahawk auf einen Flugplatz der syrischen Armee in der Provinz Homs abgefeuert. Mit dem Angriff reagierte die US-Regierung auf einen mutmaßlichen Giftgasangriff vom Dienstag im syrischen Idlib, den sie der Regierung von Präsident Baschar al-Assad zuschreibt.

    Syrische Oppositionskämpfer hatten am Dienstag rund 80 Tote und 200 Verletze bei einer Giftgas-Attacke in der Stadt Chan Scheichun in der nordwestlichen Provinz Idlib gemeldet und die syrischen Regierungstruppen dafür verantwortlich gemacht. Die syrische Armee wies diese Vorwürfe zurück.

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