20:46 10 Dezember 2019
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    Was Putin bei USA unter Trump vermisst

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    Politik
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    Die Beziehungen zwischen Russland und den USA haben sich seit dem Amtseintritt des US-Präsidenten Donald Trump verschlechtert, wie der russische Präsident Wladimir Putin im Interview mit dem TV-Sender „Mir“ sagte.

    „Man kann sagen, dass das Vertrauen auf Arbeitsniveau und besonders auf Militärniveau nicht besser geworden ist. Es ist anscheinend sogar degradiert“, sagte Putin. 

    Zuvor hatte Putin den Raketen-Angriff der USA auf den syrischen Luftwaffenstützpunkt Schairat in der Region Homs als eine offene Verletzung des internationalen Rechts kritisiert. Er hat auch die US-Nato-Verbündeten für die Unterstützung des Angriffs verurteilt und sie mit „chinesischen Wackel-Männchen“ verglichen, die immer nicken, ohne die Geschehnisse zu analysieren. 

    Putin verglich den Giftgasangriff in Syrien mit den Ereignissen im Irak im Jahr 2003, als ein vollkommen erdachter Vorwand für die Verlegung der Nato-Truppen nach Afghanistan genutzt worden war.

    Der UN-Sicherheitsrat will voraussichtlich am Mittwochabend über eine Resolution zum mutmaßlichen Giftgasangriff auf Zivilisten in der syrischen Provinz Idlib vom 4. April abstimmen. Syrische Oppositionskämpfer hatten rund 80 Tote und 200 Verletze bei einer Giftgas-Attacke in der Stadt Chan Scheichun in der nordwestlichen Provinz Idlib gemeldet und die syrischen Regierungstruppen dafür verantwortlich gemacht. Die syrische Armee wies diese Vorwürfe zurück.

    Nach syrischen und russischen Angaben traf die syrische Luftwaffe bei einem Angriff auf die Terrormiliz al-Nusra-Front in Chan Scheichun ein von Terroristen genutztes Lager mit Giftstoffen. Der syrische Außenminister Walid al-Muallem verwies am Donnerstag darauf, dass die ersten Meldungen über die Chemieattacke schon mehrere Stunden vor dem ersten Angriff der syrischen Luftwaffe eingegangen seien.

    Nach Angaben der syrischen Regierung bekommen die Terrorgruppierungen al-Nusra und Daesh (auch Islamischer Staat, IS) chemische Giftstoffe aus der Türkei.

    Sämtliche C-Waffenvorräte der syrischen Regierung waren zwischen 2014 und 2016 unter Kontrolle der Organisation für das Verbot chemischer Waffen (OPCW) sichergestellt und vernichtet worden. Für die chemische Entwaffnung Syriens bekam die OPCW sogar den Nobelpreis.

     

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    Angriff, Giftgas, Beziehungen, Raketen, Resolution, Uno, Donald Trump, Wladimir Putin, Syrien, USA, Russland