09:09 20 Juli 2018
SNA Radio
    US Air Force (Symbolfoto)

    Fehlangriff von US-Koalition tötet 18 syrische Oppositionskämpfer - Pentagon

    © US Air Force
    Politik
    Zum Kurzlink
    1214611

    Fataler Fehler: Die von den USA angeführte Koalition hat bei einem Luftangriff irrtümlich mindestens 18 Kämpfer der Syrischen Demokratischen Kräfte (SDF) unweit von Tabqah, etwa 55 Kilometer von der IS-Hochburg Raqqa entfernt, getötet. Dies bestätigt das Zentralkommando der USA für den Nahen Osten.

    ​"Ein Luftangriff der Koalition zur Unterstützung unserer verbündeten Kräfte, die gegen den IS südlich von Tabqah in Syrien kämpfen, hat zu dem Tod von 18 Kämpfern der Syrischen Demokratischen Kräfte am 11. April geführt", heißt es in einer Erklärung des Centcom, dem Zentralkommando der USA für den Nahen Osten. 

    Man habe bei der Luftoperation vermeintliche IS-Stellungen bombardiert, heißt es weiter. Der Fehlschlag sei die Folge von Fehlinformationen über den Standort gewesen.

    Zuvor hatte die Agentur Sana unter Berufung auf die Erklärung des syrischen Generalstabs gemeldet, dass die US-geführte Koalition am Mittwoch ein C-Waffenlager der Terrormiliz Islamischer Staat (auch IS, Daesh) in der syrischen Provinz Deir ez-Zor angegriffen haben soll, wobei mehrere Hundert Menschen ums Leben gekommen sein sollen, darunter auch Zivilisten.

    Nach Angaben der syrischen Regierungstruppen kamen Hunderte Kämpfer, aber auch Zivilisten durch Vergiftung mit Chemiestoffen und Ersticken ums Leben. „Der Vorfall beweist, dass den Kämpfern des IS und von Dschebhat an-Nusra Chemiewaffen zur Verfügung stehen und sie diese anwenden, ankaufen und transportieren können“, zitiert Sana aus der Erklärung.

    In der Nacht zum Freitag hatte die US-Armee nach eigenen Angaben 59 Raketen des Typs Tomahawk auf den Flugplatz Schairat der syrischen Armee in der Provinz Homs abgefeuert. Zuvor hatten die USA, ohne jegliche Beweise vorzulegen, die syrischen Streitkräfte, die von diesem Militärstützpunkt aus arbeiten, für die Chemieattacke auf Bürger in der syrischen Provinz Idlib in Syrien vom 4. April verantwortlich gemacht. Die syrische Armee wies diese Vorwürfe zurück.

    Nach syrischen und russischen Angaben traf die syrische Luftwaffe bei einem Angriff auf die Terrormiliz al-Nusra-Front in Chan Scheichun ein von Terroristen genutztes Lager mit Giftstoffen. Nach Angaben der syrischen Regierung bekommen die Terrorgruppen al-Nusra und Daesh (auch Islamischer Staat, IS) chemische Giftstoffe aus der Türkei. Sämtliche C-Waffenvorräte der syrischen Regierung waren zwischen 2014 und 2016 unter Kontrolle der Organisation für das Verbot chemischer Waffen (OPCW) sichergestellt und vernichtet worden. Für die chemische Entwaffnung Syriens bekam die OPCW sogar den Nobelpreis.

    Zum Thema:

    Luftangriff auf Moschee: Moskau bezweifelt US-Darstellung nicht
    Tags:
    CENTCOM, Pentagon, Syrien, USA
    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren