17:17 17 Februar 2020
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    Ankara hat von der Nato keine konkurrenzfähigen Angebote für den Erwerb passender Luftabwehrsysteme erhalten, sodass es nun den Kauf von russischen Flugabwehr-Raketenkomplexen S-400 erwägt. Dies teilte der türkische Verteidigungsminister Fikri Işık bei seinem Washington-Besuch mit, wie am Freitag die Zeitung „Yeni Şafak“ berichtet.

    In seiner Rede über die amerikanisch-türkischen Beziehungen in der Washingtoner CETA Foundation äußerte Işık laut der türkischen Tageszeitung sein Bedauern darüber, dass die Türkei bezüglich der Lieferung von Luftabwehrsystemen von den Nato-Partnern keine Unterstützung erhalten habe.

    „Ich spreche von konkreten Preisen, von einem Technologie-Austausch. Deshalb prüfen wir alternative Varianten, und eine davon sind auch die russischen S-400“, ergänzte der Minister.

    Vertreter der russischen und türkischen Behörden hatten zuvor wiederholt erklärt, dass Ankara mit Moskau bereits über die Lieferung von S-400-Flugabwehr-Raketenkomplexen verhandele. Laut dem Chef des russischen Staatsunternehmens  Rostec, Sergej Tschemesow, ist die Türkei bereit, die S-400-Raketenkomplexe zu kaufen, sollte Russland einen Kredit gewähren, über den gegenwärtig mit dem russischen Finanzministerium verhandelt wird.

    Wie der Berater der russischen Präsidenten für militärtechnische Zusammenarbeit, Wladimir Koschin, sagte, sieht Russland im Zusammenhang mit der Nato-Mitgliedschaft der Türkei keinerlei Hindernisse für eine mögliche Lieferung von S-400 an Ankara.

    Das S-400 Triumf (NATO-Codename: SA-21 Growler) ist ein in der Sowjetunion bzw. Russland entwickeltes mobiles allwetterfähiges Langstrecken-Boden-Luft-Raketen-System zur Bekämpfung von Kampfflugzeugen und Marschflugkörpern in allen Flughöhen. Ebenso können Kurz- und Mittelstreckenraketen abgefangen werden.

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    Tags:
    Waffenexporte, Waffenhandel, S-400, NATO, Fikri Isik, Sergej Tschemesow, Türkei, Russland