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16:38 19 Oktober 2019
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    Kurdischer Kämpfer

    Syrische Kurden im Vormarsch auf IS-Hochburg Rakka

    © REUTERS / Ahmed Jadallah
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    Die Demokratischen Kräfte Syriens (SDF), deren Kern kurdische Einheiten bilden, haben den Start der vierten Etappe ihrer Operation „Zorn des Euphrat“ verkündet. Wie aus dem Einsatzstab am Freitag verlautete, sollen nun die ländlichen Gebiete der Provinz Rakka von den IS-Kämpfern befreit werden.

    „Es ist die Befreiung des gesamten nördlichen Territoriums der Provinz Rakka und des Hügels Dschalab von den IS-Kämpfern geplant“, hieß es dabei. „Die SDF-Kämpfer des östlichen und westlichen Flügels werden den Vormarsch versuchen und sich der Stadt Rakka nähern.“

    Die Operation soll laut ihrem Stab „unter der unmittelbaren Beteiligung vieler Streitkräfte erfolgen, die unter der Schirmherrschaft der SDF (die örtlichen Selbstverteidigungskräfte – Anm. d. Red.) und der sie unterstützenden internationalen Koalition (unter Führung der USA) agieren sollen“.

    Der Stab begrüßte es, dass sich junge Leute aus den Städten Rakka, Tabqa und Deir ez-Zor der Operation angeschlossen hätten. Zudem sei die einheimische Bevölkerung aufgerufen worden, „die SDF zu unterstützen und sich von den Positionen der IS-Kämpfer fernzuhalten, damit diese die einheimische Bevölkerung nicht als ‚lebenden Schutzschild‘ nutzen können“. Der „Zorn des Euphrat“ will „die Stadt Rakka vollständig von der Tyrannei der IS-Kämpfer befreien“.

    Die Kämpfe um die Stadt Tabqa 40 Kilometer östlich von Rakka halten laut kurdischen Medienberichten immer noch an. Die Stadt sei von allen vier Seiten her von den Einheiten der SDF eingekreist.

    Die Befreiung der nur 40 Kilometer von der IS-Hochburg Rakka entfernt liegenden Stadt Tabqa ist Bestandteil der von  den Demokratischen Kräften Syriens erklärten Operation „Zorn des Euphrat“, deren Hauptziel die Befreiung der Stadt Rakka vom IS ist.

    Den Grundstein der Demokratischen Kräfte Syriens (SDF) bilden kurdische Einheiten, aber ebenso Selbstverteidigungskräfte der einheimischen arabischen Stämme. Die Operation wird von der US-Luftwaffe und US-Spezialeinheiten unterstützt. Diese Tatsache weckte in Damaskus Protest, denn dort wird betont, dass die Amerikaner ohne die Zustimmung der syrischen Behörden agieren, so dass ihre Präsenz im Norden Syriens im Grunde genommen einer Intervention gleichkomme.

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    Sturm, Demokratische Kräfte Syriens (SDF), Terrormiliz Daesh, Rakka, Syrien, USA