06:33 29 November 2020
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    Der Raketenschlag in Syrien und die Bombardierung in Afghanistan sollen der ganzen Welt und den amerikanischen Wählern die Entschlossenheit des US-Präsidenten Donald Trump demonstrieren. Dies schreibt der TV-Sender CNN am Freitag auf seiner Webseite.

    „US-Präsident Donald Trump lebt sich immer mehr in die Rolle des ‚harten Oberbefehlshabers‘ ein“, stellt CNN fest.

    Die jüngsten Raketenangriffe in Syrien und die Bombardierung in Afghanistan demonstrieren laut CNN, dass Trump „Gefallen daran gefunden hat, den Startknopf zu drücken“. Ungeachtet dessen, dass er dies (mit der Verhinderung des Einsatzes von Chemiewaffen in Syrien oder der Ausdehnung des IS in Afghanistan – Anm. d. Red.) gerechtfertigt habe, rechne er vor allem mit einer großen Resonanz seiner Kriegsabenteuer. Dabei unterstreiche er aktiv jene Tatsache, dass er zwar dem Militärkommando mehr Befugnisse erteilt habe, aber all diese Handlungen mit seinem Wissen und auf seine Anweisung hin unternommen worden seien.

    Nach Erachten von CNN will sich Trump als Staatschef zeigen, der nicht nur nicht den Einsatz von militärischer Gewalt scheut, sondern auch Gefallen daran findet. Sein Signal sei dabei gleichermaßen an das Publikum im Ausland wie im Inland gerichtet. Im Lande selbst versuche Trump damit, eine höhere Unterstützung zu bekommen, indem er den Unterschied zur Barack-Obama-Regierung betont, die seiner Meinung nach nicht zu hartem und entschlossenem Handeln in Fällen, wo dies erforderlich gewesen wäre, bereit gewesen sei. In der Weltarena gebe er Nordkorea und anderen Gegnern der USA zu verstehen, dass er notfalls zu einem Präventivschlag bereit sei, heißt es.

    In der Nacht auf den 7. April hatten die USA nach unbegründeten Beschuldigungen gegenüber Damaskus, eine Chemieattacke in der Provinz Idlib begangen zu haben, einen massierten Raketenangriff gegen den syrischen Luftwaffenstützpunkt Schairat in der Provinz Homs geführt. Danach hatte die US-Luftwaffe am 13. April in Afghanistan erstmals ihre stärkste nichtatomare Bombe vom Typ GBU-43 eingesetzt. Aus Washington hieß es später, dass mit der Bombe ein Tunnelsystem des IS angegriffen worden sei. Diese Bombe enthält Medienberichten zufolge mehr als 9.000 Kilogramm Sprengstoff und hat eine Sprengkraft von elf Tonnen TNT-Äquivalent. Insgesamt sollen sich in der Bewaffnung der Vereinigten Staaten zurzeit 15 solche Bomben befinden, die auch als „Mutter aller Bomben“ bezeichnet werden.

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    Image, Militarisierung, Pentagon, Donald Trump, USA