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17:40 21 Oktober 2019
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    Bilder aus dem syrischen Idlib nach einer mutmaßilchen Giftgas-Attacke am 4. April

    Moskau: Syrische Opposition soll Giftgas nutzen – OPCW schweigt

    © REUTERS / Ammar Abdullah
    Politik
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    Der russische Außenminister Sergej Lawrow hat am Freitag der Organisation für das Verbot chemischer Waffen (OPCW) vorgeworfen, Hinweise aus Moskau und Damaskus über einen möglichen Einsatz von Chemiewaffen durch die syrische Opposition in Aleppo ignoriert zu haben.

    Sämtliche Daten und Fakten, die der syrischen Regierung sowie den russischen Luftstreitkräften vorliegen und die darauf hindeuten, dass die Opposition Chemiewaffen eingesetzt hat, werden laut Lawrow an das Technische Sekretariat der OPCW weitergeleitet. Dazu gehörten auch Proben, die vor Ort gesammelt würden, auch in Aleppo.

    „Bereits vor drei Monaten haben wir ein solches Päckchen abgeschickt, das mit einem Chemiewaffen-Einsatz in Ost-Aleppo verbunden war“, so Lawrow bei einer Pressekonferenz am Freitag. „Bislang haben wir keine Reaktion vom Sekretariat erhalten“, sagte der russische Chefdiplomat.

    Am 4. April wurden bei einem mutmaßlichen Giftgas-Angriff in der syrischen Provinz Idlib Dutzende Menschen getötet. Als Reaktion hatte die US-Armee in der Nacht zum Freitag 59 Raketen des Typs Tomahawk auf den Flugplatz Schairat der syrischen Armee in der Provinz Homs abgefeuert. Washington machte die syrischen Streitkräfte, die von diesem Militärstützpunkt aus arbeiten, für die Chemieattacke auf Bürger in Idlib verantwortlich, ohne jedoch jegliche Beweise vorzulegen.

     

     

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    Tags:
    Giftgas, Chemiewaffen, OPCW, Sergej Lawrow, USA, Moskau, Russland