17:25 22 November 2019
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    US-Präsident Donald Trump

    Trumps Entschlossenheit testen? Pence rät Pjöngjang ab

    © AFP 2019 / Brendan Smialowski
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    Nordkorea soll besser nicht die Entschlossenheit und Fähigkeiten des US-Präsidenten Donald Trump auf die Probe stellen, wie US-Vizepräsident Michael Pence laut dem TV-Sender CNN am Montag während seines Südkorea-Besuchs sagte.

    Als jüngste Beispiele für Trumps Willensstärke nannte Pence den US-Raketenangriff auf den syrischen Luftstützpunkt Schairat sowie den Einsatz der schwersten nicht-nuklearen US-Bombe gegen die Taliban in Afghanistan.

    „In den vergangenen zwei Wochen war die Welt Zeuge von Stärke und Entschlossenheit unseres neuen Präsidenten – und das alles dank dem US-Vorgehen in Syrien und in Afghanistan. Nordkorea sollte Entschlossenheit und Stärke der US-Streitkräfte in dieser Region besser nicht testen“, so Pence. Ihm zufolge verfolgen die USA und ihre Verbündeten das Ziel, die Koreanische Halbinsel von Atomwaffen zu befreien. 

    „Wir hoffen, dieses Ziel auf friedlichem Wege zu erreichen, schließen aber auch andere Varianten nicht aus“, fügte der Vize-Präsident hinzu.

    Pence soll sich im Rahmen seiner Asienreise drei Tage in Südkorea aufhalten und danach noch für insgesamt zehn Tage Japan, Indonesien und Australien bereisen.

    Am Sonntagmorgen hatten die US-Streitkräfte in Nordkorea den Test einer Rakete registriert, die allerdings unmittelbar nach dem Start explodierte. Washington, Tokio und Seoul hatten angeblich bereits erwartet, dass Nordkorea am 15. April anlässlich des 105. Jahrestags von Staatsgründer Kim Il Sung, dem Großvater des jetzigen Staatsoberhaupts Kim Jong-un, einen Raketentest unternehmen werde.

    Mitte April hatte die US-Luftwaffe in Afghanistan erstmals ihre stärkste nichtatomare Bombe vom Typ GBU-43 eingesetzt. Insgesamt sollen sich in der Bewaffnung der Vereinigten Staaten zurzeit 15 solche Bomben befinden, die auch als „Mutter aller Bomben" bezeichnet werden. Aus Washington hieß es später, dass mit der Bombe ein Tunnelsystem des IS angegriffen worden sei.

    Die USA hatten als Reaktion auf den vermutlichen Giftgasangriff in der Nacht auf den 7. April von Schiffen der US Navy im Mittelmeer 59 Tomahawk-Raketen auf den syrischen Militärflugplatz Schairat abgefeuert, ohne irgendwelche Beweise für eine Schuld von Damaskus vorzulegen oder auch nur eine Untersuchung durchzuführen. Moskau bezeichnete den Angriff als Verstoß gegen das Völkerrecht.

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    Warnung, Giftgasangriff, Raketenangriff, Tomahawk-Marschflugkörper, Taliban, CNN, Michael Pence, Donald Trump, Afghanistan, Südkorea, Nordkorea, USA