Widgets Magazine
11:32 19 Oktober 2019
SNA Radio
    Der türkische Staatschef Recep Tayyip Erdogan hält eine Rede vor seinen Anhängern in Ankara, 17. April 2017

    Referendum: Türkische Opposition beantragt Aufhebung von Ergebnissen

    © REUTERS / Yasin Bulbul
    Politik
    Zum Kurzlink
    2246
    Abonnieren

    Die größte oppositionelle Republikanische Volkspartei (CHP) der Türkei hat bei der Hohen Wahlkommission des Landes eine Aufhebung der Ergebnisse des jüngsten Verfassungs-Referendums beantragt. Dies teilte am Dienstag ein Vertreter der Partei mit.

    „Die Berufung wurde heute bei der Wahlkommission eingereicht“, so der Sprecher. „Wir fordern die vollständige Aufhebung der Ergebnisse des Referendums angesichts der Unregelmäßigkeiten, die es bei der Abstimmung gegeben hat.“

    Die CHP hatte zuvor von „Manipulationen" und „Wahlbetrug“ gesprochen. Die Partei forderte die Neuauszählung von bis zu 60 Prozent der Stimmen. „Uns wurden Stimmen gestohlen“, hieß es.

    Am Sonntag stimmten die Türken bei einem Referendum über das künftige Staatssystem ihres Landes ab. Präsident Recep Tayyip Erdogan hatte eine Verfassungsreform vorgeschlagen, die dem Staatschef mehr Macht geben und das Amt des Regierungschefs auflösen würde. Nach der Auswertung von 98 Prozent der abgegebenen Stimmzettel liegen die „Ja“-Sager bei 51,3 Prozent der Stimmen. 48,7 Prozent der Wähler stimmten dagegen.

     

     

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren

    Zum Thema:

    Türkei-Referendum: Ankara fordert Anerkennung, Opposition Annullierung
    Türkei-Referendum: Verdacht auf bis zu 2,5 Mio. manipulierte Stimmen – Beobachter
    Türkei Referendum: Drei Viertel der Türken in Russland gegen Verfassungsänderungen
    OSZE beanstandet Verstöße bei Referendum in Türkei
    Tags:
    Opposition, Referendum, Republikanische Volkspartei (CHP), Türkei