10:41 04 August 2020
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    Die größte oppositionelle Republikanische Volkspartei (CHP) der Türkei hat bei der Hohen Wahlkommission des Landes eine Aufhebung der Ergebnisse des jüngsten Verfassungs-Referendums beantragt. Dies teilte am Dienstag ein Vertreter der Partei mit.

    „Die Berufung wurde heute bei der Wahlkommission eingereicht“, so der Sprecher. „Wir fordern die vollständige Aufhebung der Ergebnisse des Referendums angesichts der Unregelmäßigkeiten, die es bei der Abstimmung gegeben hat.“

    Die CHP hatte zuvor von „Manipulationen" und „Wahlbetrug“ gesprochen. Die Partei forderte die Neuauszählung von bis zu 60 Prozent der Stimmen. „Uns wurden Stimmen gestohlen“, hieß es.

    Am Sonntag stimmten die Türken bei einem Referendum über das künftige Staatssystem ihres Landes ab. Präsident Recep Tayyip Erdogan hatte eine Verfassungsreform vorgeschlagen, die dem Staatschef mehr Macht geben und das Amt des Regierungschefs auflösen würde. Nach der Auswertung von 98 Prozent der abgegebenen Stimmzettel liegen die „Ja“-Sager bei 51,3 Prozent der Stimmen. 48,7 Prozent der Wähler stimmten dagegen.

     

     

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    Tags:
    Opposition, Referendum, Republikanische Volkspartei (CHP), Türkei