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02:48 20 Juli 2019
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    Steinkohle (Symbolbild)

    Ukraine weiterhin auf Kohlelieferungen aus „Aggressorland“ Russland angewiesen

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    Politik
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    Die Ukraine bleibt weiterhin auf Lieferungen von Energiekohle aus dem „Aggressorland“ Russland angewiesen. „Wir setzen Käufe von Kokskohle in Russland fort“, teilte Juri Grymtschak, Vizeminister für die Angelegenheiten der zeitweise okkupierten Territorien, am Dienstag in Kiew mit.

    Er wies auf zwei Arten von Anthrazitkohle hin – Kraftwerks- und Kokskohle. „An Kokskohle mangelte es in der Ukraine noch vor dem Krieg“, sagte der Minister.

    Eine Partie von Kraftwerkskohle hatte die Ukraine in Südafrika gekauft. Die ersten Schiffe werden Anfang Sommer erwartet. Grymtschak sagte ferner, Kiew wolle die Abhängigkeit von Importkohle schrittweise abbauen und den Strombedarf im Land vollständig decken. „Bis Jahresende sollen die Wärmekraftwerke Smijewskaja und Tripolskaja auf Kohle der Marke G umgestellt werden. Auf diese Weise werden wir weniger Kohle einführen müssen“, sagte der Minister.

    Nach Angaben des Wirtschaftsexperten Wsewolod Stepanjuk wird sich die Ukraine auch weiter gezwungen sehen, Kohle in Russland zu kaufen, denn „die Kapazitäten für den Umschlag von extrem teurer Kohle aus Südafrika ohnehin schon nicht ausreichend sind“. Medienberichten zufolge stieg Russland in letzter Zeit zum größten Kohlelieferanten für die Ukraine auf. Bislang bezog Kiew 221.600 Tonnen russischer Kohle, während Südafrika 72.900 Tonnen und Polen 118.900 Tonnen Kohle geliefert hatten.

    Zuvor hatte der ukrainische Präsident Petro Poroschenko gedroht, die auf dem Territorium der selbst ernannten Republiken im Donbass gewonnene Kohle zu „konfiszieren“. Kiew ist davon überzeugt, dass die Donezker Republik ihre Kohle nach Russland liefert.

     

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    Tags:
    Abhängigkeit, Lieferungen, kohle, Juri Grymtschak, Donbass, Russland, Ukraine