20:25 22 September 2018
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    Tokio erläutert, wann Hitlers „Mein Kampf“ gelehrt werden darf

    © AFP 2018 / Frederic J. Brown
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    Japans Regierung hat laut Vize-Generalsekretär Koichi Hagiuda die Zitate aus Adolf Hitlers Werk „Mein Kampf“ in Schulbüchern gerechtfertigt.

    Bestimmte Auszüge aus „Mein Kampf“ werden demnach in Lehrbüchern wiedergegeben, um den historischen Hintergrund jener Zeit besser verstehen zu können.

    „Das wird nicht im positiven, sondern im negativen Sinne verwendet“, so Hagiuda. Zugleich betonte Hagiuda, eine „Rechtfertigung von Rassendiskriminierung“ widerspreche dem Geist des Bildungsgesetztes und sei nicht zweckmäßig.

    Zuvor war es in Japan eine Debatte darüber entbrannt, ob man „Mein Kampf“ als Lehrmaterial an Schulen zulassen solle. Die japanische Regierung wies ihrerseits darauf hin, dass Auszüge aus Hitlers Buch zitiert werden dürften, solange dies der Erziehung und Bildung diene.

    Anfang 2016 war das Urheberrecht für Hitlers Werk ausgelaufen. Das Institut für Zeitgeschichte in München gab aus diesem Anlass eine kritische kommentierte Fassung von „Mein Kampf“ heraus. Ein unkommentierter Nachdruck des 1925 erschienen Buches ist in Deutschland weiterhin verboten.

     

     

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    Tags:
    Bücher, Schule, Mein Kampf, Adolf Hitler, Japan