19:03 13 Dezember 2018
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    Anschlag auf BVB-Bus

    BVB-Anschlag mit Bundeswehr-Sprengstoff? – Verteidigungsamt kommentiert

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    Bei dem Anschlag auf den BVB-Mannschaftsbus soll einem Zeitungsbericht zufolge Sprengstoff aus Bundeswehrbeständen benutzt worden sein. Bei der Bundespressekonferenz am Mittwoch bezog Oberst Boris Nannt, stellvertretender Sprecher im Verteidigungsministerium und Leiter des Bereichs „Presse“ im Presse- und Informationsstab, dazu Stellung.

    „Ich habe die Meldung am Samstag gesehen. Ich habe danach auch gesehen, dass eine Sprecherin der Polizei gesagt hat, es sei noch viel zu früh, um irgendetwas zu sagen. Insofern haben wir da auch selbst noch einmal nachgehorcht, keine Kontakte“, so Nannt auf eine Sputnik-Frage. „Ich habe dazu wirklich überhaupt keine weiteren Erkenntnisse.“

    Meldungen über bei der Bundeswehr entwendeten Sprengstoff seien ihm ebenso nicht bekannt.

    „Derzeit haben wir keine weiteren Erkenntnisse, dass das, was dort in der ersten Meldung stand, jetzt auch Erkenntnisse sind, die eben auch die Bundeswehr betreffen, und weitere Punkte kann ich Ihnen dazu derzeit gar nicht sagen.“

    Diesbezügliche Fragen solle man zudem eher der Polizei stellen.

    Die „Welt“ hatte am Samstag unter Berufung auf Ermittlerkreise berichtet, dass der Sprengstoff in den Rohrbomben, die mit Metallstiften gefüllt waren, „eventuell aus Beständen der Bundeswehr stammt“. Das werde allerdings noch geprüft. Der militärische Zünder setze Fachkenntnisse voraus und habe sich nicht leicht beschaffen lassen, hieß es.

    Am 11. April waren vor dem Viertelfinal-Hinspiel in der Champions League zwischen dem BVB und AS Monaco in Dortmund drei Sprengsätze in der Nähe des Mannschaftsbusses von Borussia Dortmund explodiert. Dabei wurde ein BVB-Spieler verletzt. Das Spiel wurde auf den heutigen Mittwoch verschoben.

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    Sprengstoff, Anschlag, Borussia Dortmund, Bundeswehr, Boris Nannt, Deutschland