03:39 21 November 2017
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    Moskau wertet NATO-Pläne von Veranstaltung auf Spitzbergen als Provokation

    © RIA Novosti. V. Chistyakov
    Politik
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    Das russische Außenministerium wertet Pläne der NATO, eine Veranstaltung auf Spitzbergen durchzuführen, als eine Provokation. Das geht aus einer am Dienstag in Moskau veröffentlichten Erklärung des Außenamtes hervor.

    Medienberichten zufolge plant die Allianz für Mai dieses Jahres auf Spitzbergen ein Seminar auf der Ebene ihrer Parlamentarischen Versammlung.

    „Russland geht davon aus, dass alle Teilnehmerländer des Spitzbergen-Vertrages von 1920 daran interessiert sein sollen, dass die Inselgruppe ein Archipel von Frieden und guter Nachbarschaft bleibt“, hieß es.

    „Im Kontext des gegenwärtigen Kurses der NATO auf die ‚Abschreckung‘ Russlands, der mit beispiellosen militärischen Vorbereitungen in der Nähe der russischen Grenzen einhergeht, würden Versuche, Spitzbergen unter Fittiche des militärpolitischen Blocks zu nehmen und dort Veranstaltungen unter dessen Schirmherrschaft durchzuführen, dem Geist des Vertrages von 1920 zuwiderlaufen. Wir können diesen Kurs nicht anders als eine Provokation bewerten.“

    Das Außenministerium machte ferner darauf aufmerksam, dass auf der Tagesordnung des geplanten Seminars unter anderem ein Zusammenhang zwischen der Geopolitik und der Zukunft der Arktis steht. „Wir sind davon überzeugt, dass es in der arktischen Region keine Probleme gibt, deren Lösung ein Engagement der NATO erforderlich machen würde… Die Schürung von Spannungen trägt den langfristigen Interessen der Nordischen Länder keine Rechnung und beeinträchtigt ihre Sicherheit“, betonte das russische Außenamt.

     

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    Tags:
    Provokation, Seminar, Pläne, NATO, Außenministerium Russlands, Spitzbergen, Russland
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