04:07 18 Oktober 2017
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    Assange spricht vom Balkon der Botschaft Ecuadors aus

    Assange „droht“ mit Kandidatur zu britischen Überraschungs-Neuwahlen

    © REUTERS/ Toby Melville
    Politik
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    Der Gründer der Enthüllungsplattform WikiLeaks Julian Assange erinnerte anlässlich der zuletzt überraschend für den 8. Juni 2017 angesetzten Parlamentswahlen in Großbritannien ironisch daran, dass er ja eigentlich auch das Recht hat, sich als Kandidat aufstellen zu lassen.

    „Da gegen mich kein Urteil gesprochen und nicht einmal Anklage erhoben wurde, kann ich als Australier auch bei den Parlamentswahlen in Großbritannien ins Rennen gehen“, schrieb Assange via Twitter. 

    Theresa May
    © REUTERS/ Damir Sagolj
    ​Am Dienstag hatte die britische Premierministerin vorgezogene Parlamentswahlen angekündigt. Diese sollen am 8. Juni stattfinden. May begründete den Schritt damit, dass sich das Parlament noch immer uneinig über den geplanten EU-Austritt ihres Landes sei. Bislang war die nächste Unterhauswahl für Mai 2020 angesetzt.

    Assange  hatte 2012 in der ecuadorianischen Botschaft in London Zuflucht gesucht, nachdem er in Großbritannien alle Rechtsmittel gegen einen Antrag Schwedens auf seine Auslieferung ausgeschöpft hatte. In Schweden wird Assange Vergewaltigung und sexuelle Belästigung vorgeworfen. Er weist jedoch alle Beschuldigungen zurück und bezeichnet sie als politisch motiviert. Assange befürchtet, dass Stockholm ihn nach einer Auslieferung an die schwedischen Behörden weiter an die USA überstellen würde, wo ihm wegen der Veröffentlichung von geheimen Informationen bis zu 35 Jahren Haft oder gar die Todesstrafe drohen könne.

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    Tags:
    Anklage, Urteil, Recht, Kandidatur, Parlamentswahl, Julian Assange, Großbritannien