04:54 27 Juli 2017
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    Luftwaffenstützpunkt Hmeimim in Syrien

    Syriens Luftwaffe rückt näher an russische Hmeimim-Basis - Medien

    © Sputnik/ Ramil Sitdikov
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    Die syrische Regierung hat ihre Militärflugzeuge in die Nähe des russischen Militärstützpunktes Hmeimim verlegt, um sie so besser vor potentiellen US-Angriffen zu schützen. Dies berichtet der TV-Sender CNN unter Berufung auf amerikanische Militärquellen.

    Damaskus verlegte demnach „die Mehrheit oder alle Flugzeuge“ der syrischen Luftwaffe in die Provinz Latakia, wo sich der russische Stützpunkt Hmeimim befindet. Genau konnte die Zahl der Flugmaschinen nicht angegeben werden.

    Damit sucht der syrische Präsident Baschar al-Assad CNN zufolge zunehmend nach Kreml-Hilfe. Laut Journalistenangaben ist die syrische Regierung der Auffassung, dass sich die USA nicht zu Angriffen in unmittelbarer Nähe des russischen Hmeimim-Stützpunkts entscheiden würden.

    Die Truppenbewegung habe kurz nach dem US-Raketenangriff auf den syrischen Militärstützpunkt Schairat Anfang April begonnen.

    In der Nacht zum Freitag hatte die US-Armee nach eigenen Angaben 59 Raketen des Typs Tomahawk  auf den Flugplatz Schairat der syrischen Armee in der Provinz Homs abgefeuert. Zuvor hatten die USA, ohne jegliche Beweise vorzulegen, die syrischen Streitkräfte, die von diesem Militärstützpunkt aus arbeiten, für die Chemieattacke auf Bürger in der syrischen Provinz Idlib in Syrien vom 4. April verantwortlich gemacht.

    Laut dem Gouverneur der Provinz Homs forderte der Raketenangriff sieben Menschenleben – fünf Militärs und zwei Zivilisten. Nach den Angaben des russischen Verteidigungsministeriums sind zwei syrische Militärs verschollen, vier wurden getötet und sechs während der Brandbekämpfung verletzt. Das syrische Militär teilte indes mit, zehn  Mann verloren zu haben. Die Lokalbehörden berichten auch von mehreren zivilen Opfern, darunter Kinder.

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