14:10 22 Juni 2017
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    Lugansk Stele im Donbass

    Kreml äußert sich zu Donbass-Integration

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    Kein Frieden im Donbass (2017) (193)
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    Russland hat laut Kreml-Sprecher Dmitri Peskow nicht vor, die selbsternannten Republiken Donezk und Lugansk anzuschließen. Die Agentur Bloomberg berichtete zuvor, Moskau plane eine „schrittweise“ Integration des Donbass.

    „Mehrere Jahre lang sprechen Präsident Putin und andere russische Vertreter schon darüber, dass Moskau keine Versuche unternimmt, die nicht anerkannten Republiken des Donbass in den russischen Staat zu intergieren“, so Peskow gegenüber Journalisten. „Deswegen sind solche Publikationen naiv und ziemlich primitiv.“

    Stattdessen wolle Russland zusammen mit seinen Partnern jeden möglichen Einfluss auf Kiew ausüben, damit es einen Ausweg aus den Folgen des Bürgerkriegs und des Staatstreichs von 2014 finden könne. „Das ist ein innerukrainisches Problem“, betonte Peskow einmal mehr.

    Bei der erwähnten Publikation handelt es sich um einen Bericht der Agentur Bloomberg, die unter Berufung auf drei anonyme Quellen mitteilte, dass der Kreml den Donbass „schrittweise“ in Russland integrieren und somit Lugansk und Donezk von der Ukraine „komplett absondern“ wolle. Dabei habe Putin nach Behauptungen der Agentur jedoch nicht vor, „diese Territorien anzuerkennen oder zu annektieren“. 

    Themen:
    Kein Frieden im Donbass (2017) (193)

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    Tags:
    Ausweg, Einfluss, Integration, Bloomberg, Dmitri Peskow, Donezk, Lugansk, Russland
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