15:50 20 August 2017
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    Ukrainische Armee nahe Nowoasowsk (Archivbild)

    Kiew imitiert mit Eigenbeschuss Angriff von Seiten des Donbass: Vorwand für Offensive

    © REUTERS/ Marko Djurica
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    Kein Frieden im Donbass (2017) (210)
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    Die ukrainischen Streitkräfte bereiten sich verstärkt auf eine Offensive an der südlichen Trennlinie im Donbass vor, teilte der Vize-Stabschef der Donezker Volkswehr, Eduard Bassurin, am Donnerstag mit. Absichtlicher Eigenbeschuss soll dabei den Schein erwecken, als ob ein Angriff seitens der Volksrepubliken stattgefunden hat.

    „Im Vorfeld der Maifeierlichkeiten schmieden die ukrainischen Streitkräfte (…) den Plan,  aktive Kampfhandlungen in den Gebieten Wolnowacha und Nowoasowsk durchzuführen“, sagte  Bassurin unter Berufung auf eine nicht genannte Quelle in der ukrainischen Armee. Demnach sollen am 23. oder 24. April zwei mobile Einsatzkommandos in den Bezirk des einst umkämpften und nun unter der Kontrolle Kiews stehenden Dorfes Schirokino einrücken.

    Dabei hätten die ukrainischen Militärs vor, ihre eigenen, nur zum Anschein bestehenden Stellungen unter Beschuss zu nehmen. Dies soll als Vorwand dafür dienen, eine großangelegte Offensive zu starten.

    Im Osten der Ukraine schwelt seit rund drei Jahren ein militärischer Konflikt. Die ukrainische Regierung hatte im April 2014 Truppen zu einem sogenannten Anti-Terror-Einsatz in die östlichen Kohlefördergebiete Donezk und Lugansk geschickt, nachdem diese den nationalistischen Staatsstreich vom Februar 2014 in Kiew nicht anerkannt und unabhängige „Volksrepubliken“ ausgerufen hatten.

    Formell gilt seit September 2015 in der Region eine Waffenruhe, dennoch kommt es immer wieder zu Zusammenstößen. Nach den jüngsten UN-Angaben sind bei den Gefechten zwischen dem Kiew-treuen Militär und örtlichen Bürgermilizen bislang insgesamt fast 10.000 Menschen ums Leben gekommen.

    Themen:
    Kein Frieden im Donbass (2017) (210)
    Tags:
    Offensive, Eduard Bassurin, Donbass, Ukraine
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