03:03 25 April 2017
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    Lenin goodbye oder nicht? Duma berät über Schicksal des Revolutionärs

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    Eine Abgeordnetengruppe hat einen Gesetzentwurf in die Duma eingebracht, der die Beisetzung Wladimir Lenins regeln soll. Die Autoren der Gesetzesinitiative wollen eine rechtliche Lücke schließen, die die Umbettung der Gebeine historischer Persönlichkeiten bislang verhindert, wie der TV-Sender RT berichtet.

    Damit soll „ein Schlussstrich unter den Fall Lenin“ gezogen werden.

    Eingereicht wurde die Vorlage anlässlich des Geburtstages des Führers der Bolschewiki am 22. April.

    Diskussionen darüber, ob es sinnvoll sei, Wladimir Lenins Leichnam weiterhin im Mausoleum am Roten Platz aufzubewahren, kommen in der russischen Gesellschaft immer wieder auf. So hat ein Duma-Abgeordneter der ultranationalistischen LDPR-Fraktion die Vorsitzende des Föderationsrates (russisches Oberhaus), Walentina Matwijenko, unlängst dazu aufgefordert, den Abriss des Lenin-Mausoleums zu prüfen.

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    The day Lenin died, or the Soviet Union 86 years ago

    Die Russisch-Orthodoxe Kirche im Ausland erklärte im letzten Monat, die Befreiung des Roten Platzes von Lenins Gebeinen könne zu einem weiteren Symbol für „die Befriedung des russischen Volkes mit Gott“ werden. Das weitere Schicksal des Mausoleums sei für die Kirche jedoch nicht von übergeordneter Bedeutung, hieß es.

    Wie eine Umfrage des Jobsuch-Portals ergeben hat, sind 81 Prozent der russischen Bürger für die Beerdigung Lenins. 1.600 Menschen aus ganz Russland im Alter von über 18 Jahren haben an der Umfrage teilgenommen.

    Dabei sehen vor allem Bürger im Alter von 25 bis 34 Jahren eine Beerdigung des ehemaligen Führers der Bolschewiki positiv.

    Tags:
    Beerdigung, Geschichte, Wladimir Lenin, Sowjetunion, Russland