04:41 13 Dezember 2017
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    Ein Offizier bei einer Truppenübung in der russischen Pazifik-Region Primorje (Archivfoto)

    Russische Truppen vor Nordkorea aufgestockt? Kreml schweigt

    © Sputnik/ Witali Ankow
    Politik
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    Nach den Medienberichten über eine angebliche Verlegung russischer Truppen an die Grenze zu Nordkorea verweigert der Kreml jeden Kommentar. Fragen der Truppendislozierung innerhalb des Landes würden nicht öffentlich diskutiert, sagte Dmitri Peskow, Pressesprecher des russischen Präsidenten Wladimir Putin, am Freitag.

    Die britische Zeitung „Daily Mail“ hatte berichtet, Russlands Präsident Wladimir Putin zusätzliche Truppen und Kriegstechnik an die Grenze zu Nordkorea geschickt habe – angeblich aufgrund der Befürchtung, dass Flüchtlingsmassen im Fall eines US-Angriffs auf Nordkorea nach Russland strömen könnten.  Nach Angaben der Zeitung hatte auch China 150.000 Soldaten an die Grenze zu Nordkorea verlegt.

    Der Abgeordnete Franz Klinzewitsch, Vizechef des Verteidigungsausschusses der Staatsduma (russisches Parlamentsunterhaus), teilte seinerseits mit, dass die Truppenbewegungen im Nahen Osten im Rahmen planmäßigen Übungen erfolgten. Die Behauptungen, das hänge mit der Situation auf der Korea-Halbinsel zusammen, bezeichnete der Abgeordnete als „Spekulationen“.

    Die USA hatten Anfang April einen Marineverband um den Flugzeugträger "USS Carl Vinson" Richtung Korea-Halbinsel geschickt. Die Verlegung der Schiffe und der jüngste US-Angriff in Syrien hatten international zu Bedenken geführt, dass die USA auch Nordkorea angreifen könnten.

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    Tags:
    Nordkorea, Russland