17:14 25 September 2017
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    Raketenabwehrkomplex vom Typ „Buk“

    Zum Schutz vor US-Angriffen: Syrien will um russische Buk-Raketen ersuchen

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    Lage in Syrien (2017) (484)
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    Syrien wird sich möglicherweise laut dem russischen Außenpolitiker Wladimir Dschabarow mit der Bitte an Russland wenden, Raketenabwehrkomplexe Buk und Tor für den Schutz vor US-Raketenangriffen zu erwerben.

    Wie Dschabarow, erster Vizechef des Auswärtigen Ausschusses im Föderationsrat (Oberhaus), am Freitag gegenüber Ria Novosti sagte, benötigt Syrien Luftabwehrmittel, um US-Marschflugkörper abfangen zu können, darunter auch in niedrigen Höhen.

    Damaskus sei berechtigt, auf Aggression zu antworten und sein eigenes Territorium zu schützen.

    Dschabarow schloss auch nicht aus, dass Syrien auch an der Lieferung anderer Waffen interessiert sei. Ihm zufolge ist der Waffenverkauf die übliche internationale Praxis.

    Wie er erläuterte, hat Russland in Syrien Flugabwehrraketensysteme vom Typ S-400 stationiert, die aber nur russische Infrastrukturobjekte schützen.

    Zuvor hatte der syrische Staatschef Baschar al-Assad in einem Sputnik-Gespräch gesagt, dass die Terroristen mehr als 50 Prozent der syrischen Flugabwehrsysteme vernichtet hätten. Aus diesem Grund habe die syrische Armee auch die US-Raketen bei dem Angriff auf den Luftstützpunkt Schairat nicht abfangen können. Ihm zufolge wird der Wiederaufbau des ganzen Flugabwehrsystems viel Zeit in Anspruch nehmen.

    Das Raketensystem Buk-M2 kann sechs bis 24 Luftziele (Hubschrauber, Raketen sowie taktische Luftwaffe) gleichzeitig treffen. Der Komplex hat eine Reichweite von 45 Kilometern und kann eine Maximalhöhe von 25 Kilometern erreichen.

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    Lieferung, S-400, Raketensystem Buk-M2, Föderationsrat, Wladimir Dschabarow, Baschar al-Assad, Russland, Syrien
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