10:57 20 April 2019
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    AfD-Bundesparteitag in Köln: Einzelne Demonstranten bei Ausschreitungen festgenommenPolizei beim AfD-Parteitag in Köln, 22. April 2017

    Hunderte Demonstranten gegen AfD: Rangeleien mit Polizei - zwei Beamte verletzt

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    Von den erwarteten mehreren tausenden Protestierenden gegen den Parteitag der Alternative für Deutschland (AfD) in Köln sind laut dpa bisher nur wenige vor Ort. Die Polizei meldet Hunderte Demonstranten. Für den Nachmittag ist eine Kundgebung neben dem Tagungshotel angekündigt. Kölns Oberbürgermeisterin Reker sieht den Parteitag als Provokation.

    Die AfD-Delegierten erreichten den Parteitag im Maritim Hotel in der Kölner Innenstadt nur unter massivem Polizeischutz, hieß es weiter bei dpa. Hunderte Demonstranten hätten die Delegierten mit Sprechchören, Pfiffen und Transparenten empfangen. Bei Blockade-Aktionen sei es immer wieder zu Rangeleien mit der Polizei gekommen. Zwei Polizisten wurden verletzt, ein Verdächtiger wurde vorläufig festgenommen. 


     
    Die Polizei war nach Angaben der Nachrichtenagentur mit 4000 Beamten im Einsatz. Polizeipräsident Jürgen Mathies hatte zuvor die Anreise von mehreren hundert Gewalttätern aus dem linksextremen Spektrum befürchtet, wie berichtet wurde. Eine Polizeisprecherin sagte am Mittag gegenüber dpa: «Die Stimmung ist angespannt, aufgeheizt. Wir müssen mal sehen, was der Tag noch bringt.»
     
    Das Bündnis „Solidarität statt Hetze“ will die Anreise der AfD-Delegierten durch die Straßenblockaden „massiv verzögert“ haben. An den Blockaden beteiligten sich angeblich etwa 3000 Menschen. Am Mittag sollte es auf dem Heumarkt, einem zentralen Platz neben dem AfD-Tagungshotel, die Hauptkundgebung geben. Veranstalter ist laut dpa das Bündnis „Köln stellt sich quer“, das von Parteien, Gewerkschaften und Kirchen getragen wird.

    Die Kölner Oberbürgermeisterin Henriette Reker erklärte gegenüber dpa: „Ich empfinde es als Provokation, dass die AfD ihren Bundesparteitag in Köln durchführt, weil Köln eben genau für das steht, was in der AfD nicht befürwortet wird.“ Für die Oberbürgermeisterin gehören dazu „Toleranz, das ist Vielfalt, das ist das willkommen heißen von Menschen, die nach Köln kommen, egal ob sie hier Zuflucht suchen oder einfach ihren Lebensmittelpunkt hier gewählt haben.“

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    Verletzte, Polizei, Proteste, Parteitag, Partei Alternative für Deutschland (AfD), Köln, Deutschland