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    Alexander Gauland (li.), Björn Höcke und Frauke Petry in Berlin (1. September 2014)

    Gauland: AfD-Parteitag wollte Petry-Antrag einfach nicht diskutieren

    © AFP 2019 / Tobias Schwarz
    Politik
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    Eine Schlappe für Frauke Petry – diese hat der Parteitag der Alternative für Deutschland (AfD) in Köln am Samstag der Co-Vorsitzenden bereitet. Sie scheiterte mit ihrem Antrag zur strategischen Ausrichtung der Partei. AfD-Bundesvorstand Alexander Gauland meint, es gibt keine „abstrakte Spaltung“ in der Partei.

    Im Gespräch mit Sputnik sagte Gauland, der „Zukunftsantrag“ von Petry habe von Beginn an „keinen Sinn“ gehabt. Damit sei stattdessen nur eine „künstliche, abstrakte Spaltung“ zwischen Realpolitikern und Fundamentalopposition geschaffen worden. "Wir alle machen ähnliche Politik in den AfD-Landtagsfraktionen“, erklärte der Partei-Bundesvize und Landesvorsitzende in Brandenburg. „Wir in Brandenburg machen ähnliche Politik wie Frau Petry in Sachsen. Ich sehe da keine Unterschiede.“
    Der Grund des Scheiterns für Petry sei: „Die Partei wollte den Zukunftsantrag nicht diskutieren. Ganz einfach."

    Gauland wollte sich nicht festlegen, ob diese Diskussion nun die aktuellen Umfragewerte und bevorstehenden Wahlergebnisse der AfD negativ beeinflussen wird. „Müssen wir sehen“, so sein Kommentar.
    Petry hatte den umstrittenen „Zukunftsantrag“ für den Parteitag bereits am 6. April öffentlich vorgestellt. Sie werde ihre Verantwortung als Bundesvorsitzende weiterhin wahrnehmen, sagte sie gegenüber der Nachrichtenagentur dpa kurz nach der verlorenen Abstimmung auf dem Parteitag in einer separaten Pressekonferenz. Sie stand für eine Stellungnahme gegenüber Sputnik nicht zur Verfügung.


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    Tags:
    Proteste, Partei Alternative für Deutschland (AfD), Frauke Petry, Alexander Gauland, Köln, Deutschland