Widgets Magazine
06:53 16 Juli 2019
SNA Radio
    Rupert Murdoch

    Trumps regelmäßige Gespräche mit US-Medienmogul Murdoch – worum geht’s da bloß?

    © REUTERS / Mario Anzuoni
    Politik
    Zum Kurzlink
    5239

    US-Präsident Donald Trump führt wöchentliche Telefongespräche mit US-Medienmogul Rupert Murdoch, dem Inhaber der Zeitung „New York Post“ und des Senders Fox News. Wie „The New York Times“ (NYT) unter Berufung auf dem Staatschef und dem Milliardär nahestehende Quellen berichtet, erörtern die beiden dabei vor allem strategische Fragen.

    Murdoch und Trump pflegen demnach seit Langem enge Kontakte, die „tiefer und sachlicher“ als die meisten übrigen Beziehungen in Trumps Leben seien.

    Trump erörtere jede Woche mit Murdoch strategische Fragen, heißt es. Der Geschäftsmann unterstütze den US-Präsidenten, wenn dieser Hilfe brauche. Darüber hinaus appelliere er an ihn, sich auf die Wirtschaft des Landes und nicht auf andere Fragen zu konzentrieren.

    Trumps Beziehungen würden auf zwei grundlegenden Faktoren aufbauen: persönlichem Erfolg und Loyalität. Murdoch habe andere Ansichten zu diesen beiden Aspekten, betont das Blatt.

    Darüber hinaus habe der Medienmogul den Pressesprecher des Weißen Hauses, Sean Spicer, kontaktiert, nachdem dieser mit seinem Kommentar über die Lage in Syrien heftige Kritik geerntet hatte. In einem Briefing hatte er den syrischen Präsidenten Baschar al-Assad mit Adolf Hitler verglichen. „Nicht einmal ein so verachtenswerter Mensch wie Hitler hat Chemiewaffen eingesetzt“, sagte er damals. Über die sechs Millionen Juden, die in den Gaskammern der Nazis ermordet wurden, setzte sich der Sprecher des US-Präsidenten damit hinweg. Murdoch habe später Spicer bei dem Telefonat aufmuntern wollen, heißt es.

    Laut NYT berichten die „New York Post“ und der TV-Sender Fox News außerdem nicht objektiv über die Aktivitäten des US-Präsidenten, sondern zugunsten von Trump.

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren

    Zum Thema:

    Nach drei Macht-Monaten: Trump stellt alle US-Staatschefs in den Schatten
    Ivanka Trump will von Deutschland lernen
    Trump spricht sich aus - über Chemie und Differenzen beim erstem Merkel-"Date"
    Lawrow lässt Trump-Berater abblitzen
    Tags:
    Chemiewaffen, Kontakt, Kritik, Erfolg, Beratung, Gespräche, Fox News, Weißes Haus, The New York Times, Sean Spicer, Donald Trump, Syrien, USA