17:40 22 Januar 2020
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    Die Vertreter der selbsterklärten Volksrepublik Lugansk (VRL) haben der OSZE-Mission in der Ostukraine den Leichnam des durch eine Mine getöteten Beobachters und Rettungsarztes aus den USA übergeben. Dies teilte der VRL-Vertreter bei den Verhandlungen in Minsk, Wladislaw Dejnego, am Montag mit.

    „Der Leichnam des OSZE-Beobachters wurde der ukrainischen Seite übergeben“, wird Dejnego vom Lugansker Informationszentrum zitiert.

    Der Chef-Beobachter der Mission, Ertugrul Apakan, hat außerdem angekündigt, am Montag an den Vorfallsort zu reisen, um sich ein Bild von der Lage zu machen. „Trotz dieser Tragödie werden wir unser Mandat weiter erfüllen und versuchen, den Menschen in der Ukraine Frieden zu bringen“, heißt es in einer Mitteilung Apakans, in der er den Angehörigen und Nächsten des Opfers kondoliert und den Verletzten baldige Genesung wünscht. „Ich wiederhole meine Forderung nach einer Einstellung des Feuers, nach Abzug der Waffen, völliger Entminung und einem echten Friedensabkommen“, so Apakan weiter.

    Mehr zum Thema: OSZE-Wagen an der Trennlinie im Donbass auf Mine gefahren

    Am Sonntag war ein Wagen der OSZE-Beobachtermission an der Trennlinie im Donbass auf eine Panzermine gefahren. Ein aus den USA stammender Rettungsarzt der Beobachtungsmission der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) kam dabei ums Leben. Außerdem sind nach OSZE-Angaben ein deutscher und ein tschechischer Mitarbeiter der Beobachtermission verletzt worden.

    Der ukrainische Außenminister Pawel Klimkin sprach sich für die schnellstmögliche Aufnahme von Ermittlungen zu dem Vorfall aus. Apakan bestärkte diese Forderung.

    Die Lugansker Behörden hatten die Beobachter zuvor mehrmals auf mögliche Provokationen der Kiewer Armee und ukrainischer Diversionsgruppen an der Trennlinie im Donbass hingewiesen.

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    Tags:
    OSZE, Ertugrul Apakan, Donbass