19:11 11 August 2020
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    Das Düsseldorfer Oberlandesgericht hat Medienberichten zufolge auf Beschwerden von Staatsanwaltschaft und Opferanwälten hin nun doch einen Strafprozess zur Loveparade-Katastrophe in Duisburg 2010 angeordnet.

    Bei der Katastrophe am 24. Juli 2010 waren im Gedränge am Zugangsbereich des Veranstaltungsgeländes 21 Menschen getötet und mehr als 600 Menschen verletzt worden. 

    Das Landgericht hatte im April 2016 Klagen gegen zehn Beschuldigte der Stadt Duisburg und des damaligen Veranstalters zurückgewiesen. Die zuständigen Richter hätten damals keinen hinreichenden Tatverdacht gesehen, so die „Süddeutsche Zeitung“. 

    Die Staatsanwaltschaft hatte im Februar 2014 sechs Mitarbeiter der Stadt Duisburg und vier Mitarbeiter des Veranstalters wegen fahrlässiger Tötung und fahrlässiger Körperverletzung angeklagt. Die Richter am Landgericht Duisburg äußerten in der Vorverhandlung allerdings massive Zweifel an einem Gutachten des britischen Panikforschers Keith Still, das die Staatsanwaltschaft als zentrales Beweismittel in den Prozess einbringen wollte.

     

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    Tags:
    Katastrophe, Prozess, Gericht, Love Parade, Duisburg, Deutschland