13:02 28 Juli 2017
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    Trumps Verhältnis zu Russland praktisch unerforscht – Medien

    © AP Photo/ Dmitri Lovetsky
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    Der Geheimdienstausschuss des US-Kongresses untersucht die angeblichen Verbindungen von US-Präsident Donald Trump zu Russland praktisch überhaupt nicht, wie das Portal The Daily Beast unter Berufung auf eigene Quellen im Senat am Montag schreibt. Nun entstehe die Frage, ob der Ausschuss überhaupt im Stande zu entsprechenden Ermittlung ist.

    Demnach hat der Ausschuss praktisch keinerlei Aktivitäten unternommen, obwohl er noch vor drei Monaten zugesagt hatte, eine Untersuchung durchzuführen. Es sei keine einzige Person damit beauftragt worden, die für die Sachaufklärung verantwortlich wäre. Die sieben Personen, die in dieser Sache ermitteln sollten, seien für die Untersuchung nicht erfahren genug. Wenn es so weitergehe, könne die Geschichte noch Jahre dauern, hieß es.

    Seit dem formalen Untersuchungsbeginn haben die Ausschussmitglieder keinen einzigen Zeugen vorgeladen, so das Portal. Nicht einmal einen Menschen aus Trumps Umgebung habe man verhört. Das Einzige, was Ausschussmitglieder dem Portal zufolge gemacht haben, waren Anfragen für verschiedene Dokumenten zu verschicken. Dabei sei aber nicht einmal eine Frist für deren Einreichung festgelegt worden, hieß es.

    „Entweder ist es eine Untersuchung oder eben nicht. Es sollten klare Anweisungen gegeben werden. Alles sollte streng sein. Können Sie ein zuverlässiges Verfahren haben, wenn sich damit nur sieben Personen in Teilzeitarbeit beschäftigen?“, so eine Quelle des Portals.

    Zuvor hatten der Tv-Sender CNN und die Zeitung „The New York Times“ unter Berufung auf US-Beamte berichtet, dass ranghohe Berater von Trump sich noch während dessen Wahlkampagne im ständigen Kontakt zu Personen befunden hätten, die mit den russischen Geheimdiensten in Verbindung stünden. Manche US-Medien hatten Trump auch als Kreml-Agenten bezeichnet. Auf alle Vorwürfe antwortete er via Twitter, dass dieser „Unsinn über eine Verbindung zu Russland“ bloß ein Versuch sei, „die vielen Fehler der gescheiterten Kampagne von Hillary Clinton zu überspielen“.

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    Tags:
    Internationale Beziehungen, Ermittlung, Donald Trump, Russland, USA
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