03:47 15 Dezember 2019
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    Europäische Energiekonzerne fördern Nord Stream 2 mit fünf Milliarden Euro - Gazprom

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    Die europäischen Partner von Gazprom wollen in die Erdgaspipeline Nord Stream 2 jeweils bis zu 950 Millionen Euro investieren und somit die Hälfte der Kosten für die Umsetzung des Projektes übernehmen, wie das russische Staatsunternehmen Gazprom am Montag mitteilte.

    Die Projektpartner Engie, OMV, Royal Dutch Shell, Uniper und Wintershall haben mit Gazprom am Montag ein entsprechendes Finanzierungsabkommen unterzeichnet. Dabei bleibt Gazprom der einzige Anteilbesitzer an Nord Stream 2 AG, hieß es. 

    „Fünf europäische Unternehmen haben sich verpflichtet, eine langfristige Finanzierung von 50 Prozent des Projektwertes zur Verfügung zu stellen, der derzeit auf 9,5 Milliarden Euro geschätzt wird“, teilte die Pressestelle von Gazprom mit. 

    „Die finanziellen Verpflichtungen der europäischen Unternehmen bekräftigen die strategische Wichtigkeit des Projektes Nord Stream 2 für den europäischen Gasmarkt“, hieß es. 

    Das Projekt Nord Stream-2 sieht den Bau von zwei Strängen zwischen Russland und Deutschland auf dem Grund der Ostsee mit einer Durchsatzkapazität von insgesamt 55 Milliarden Kubikmetern Gas pro Jahr vor. Die Leitung soll parallel zur Ostseepipeline Nord Stream verlaufen.

    Zuvor hatten die Projektpartner Engie, Gazprom, OMV, Shell, Uniper und Wintershall mitgeteilt, dass der Polen vorgelegte Antrag auf die Gründung eines Joint Ventures zum Bau der Pipeline wegen der sturen Position Warschaus zurückgezogen wurde. Geplant war, dass die beteiligten ausländischen Konzerne jeweils zehn Prozent der Anteile halten sollen. Derzeit werden 100 Prozent der Anteile an dem Projekt von Gazprom kontrolliert.

     

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    Tags:
    Finanzierung, Erdgas, Investitionen, Nord Stream 2, Uniper, Engie, OMV, Royal Dutch Shell, Wintershall, Gazprom, Deutschland, Russland