15:22 19 Juli 2018
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    Teppich aus Rosenblättern. Symbolbild

    Teppich aus Rosenblättern: Le Pen kommentiert Macrons Einzug in die Stichwahl

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    Präsidentschaftswahlkampf in Frankreich 2017 (131)
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    Der Begründer der Bewegung En marche, Emmanuel Macron, hat laut seiner Rivalin für die Stichwahl Marine Le Pen nie Beziehungen zum Präsidenten François Hollande gekappt. Er sei bei einmütiger Unterstützung seitens der Behörden und der französischen Medien in die zweite Runde der Präsidentschaftswahl eingezogen, wie sie dem TV-Sender France 2 sagte.

    „Macron hat nie mit François Hollande gebrochen, er hat nur den Anschein erweckt, dies getan zu haben. Herr Hollande unterstützt ihn seit langen Monaten“, erklärte Le Pen in einer Sendung von France 2.

    Macron ist ihr zufolge quasi „auf einem Teppich aus Rosenblättern“ in die Stichwahl eingezogen – bei praktisch einmütiger und stetiger Unterstützung aller französischen Medien, Eliten, Gewerkschaftsorganisationen und Unternehmerverbände.

    Ihr sei die Position des Kandidaten der Republikaner, des Ex-Premiers François Fillon, unverständlich, der bei den Wahlen das drittbeste Ergebnis erzielte und nun dazu aufrufe, bei der Stichwahl für Macron zu stimmen. Denn während seines gesamten Wahlkampfes habe Fillon doch gesagt, Macron  sei ein "Kind" Hollandes, das die Fortsetzung der misslungenen fünfjährigen Amtszeit des sozialistischen Präsidenten gewährleisten würde. 

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    Beim ersten Wahlgang am Sonntag bewarben sich 11 Kandidaten um das Amt des Staatschefs. Nach Angaben des französischen Innenministeriums gehen Macron, Begründer der Bewegung „En marche“ („Auf geht’s“), mit 24,01 Prozent und die Front-National-Chefin Marine Le Pen mit 21,30 Prozent der Wählerstimmen nun in die Stichwahl, die am 7. Mai stattfinden soll.

     

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    Tags:
    Marine Le Pen, Emmanuel Macron, François Hollande, Frankreich
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