20:08 25 April 2018
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    Russlands Außenminister Sergej Lawrow

    Lawrow räumt ein: Zwischen Moskau und Washington gibt es „keine Regeln mehr“

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    Politik
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    Die Situation in den internationalen Beziehungen ist aus Sicht des russischen Außenministers Sergej Lawrow heutzutage wesentlich schwieriger, als diese noch zu den Zeiten des Kalten Kriegs war.

    „Derzeit ist es zweifelsohne härter“, wird Lawrow von der Zeitschrift „Esquire“ zitiert. „Damals existierten zwei Imperien: das westliche und das sowjetische. Beide heizten die Konflikte mit dem Gegner auf dem Territorium von Drittländern an – niemals aber an eigenen Grenzen und niemals direkt.“

    Damals hielten sich die beiden Länder dem Minister zufolge stets an die erlaubten Grenzen. „Heute gibt es keine Regeln mehr“, betonte Lawrow.

    Die aktuellen Beziehungen zwischen Moskau und Washington beschrieb der russische Chefdiplomat mit dem einzigen Wort – „Erwartung“. Diese würden sich derweil nach dem Trägheitsgesetz entwickeln, weil einige Ämter Personen aus der Administration des Ex-Präsidenten Barack Obama noch weiterhin bekleiden würden.

    Gleichzeitig gelinge es ihm und dem neuen US-Außenminister Rex Tillerson, jetzt langsam gute Beziehungen auszubauen. Eigentlich hatte Lawrow nach eigenen Worten mit allen amerikanischen Außenministern „wenn nicht freundliche, dann zumindest gute Beziehungen“ gehabt.

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    Tags:
    Konflikte, Regeln, Grenzen, Erwartung, Beziehungen, Sergej Lawrow, USA, Russland
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