11:47 21 April 2018
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    EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini auf Pressekonferenz in Moskau

    Wahleinmischung in Frankreich? Mogherini eiert herum

    © Sputnik / Sergej Pjatakow
    Politik
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    Nach ihrem Lob für Emmanuel Macron musste sich Federica Mogherini auf einer Pressekonferenz in Moskau einer unangenehmen Frage stellen. Die Antwort der EU-Außenbeauftragten wirkte alles andere als souverän, wie Politico schreibt.

    Mogherini hatte auf Twitter den Wahlerfolg des französischen Präsidentschaftskandidaten Emmanuel Macron als „Hoffnung und Zukunft unserer Generation“ begrüßt. Als die EU-Politikerin am Montag gemeinsam mit dem russischen Außenminister Sergej Lawrow eine Pressekonferenz in Moskau gab, wurde sie auf ihren Tweet angesprochen.

    Eine Korrespondentin des Senders RT verwies darauf, dass viele französische Wähler, „deren Zahl kaum geringer als die der Macron-Unterstützer ist“, wohl Marine Le Pen als „Hoffnung und Zukunft“ sähen. „Wenn Russland einen der Kandidaten als Hoffnung und Zukunft unserer Generation bezeichnet hätte, hätte man ihm Wahleinmischung vorgeworfen?“, fragte die Journalistin.

    Laut Politico versuchte Mogherini zuerst, ihrem russischen Amtskollegen die Antwort zu überlassen. Sie wandte sich Lawrow zu und fragte trocken: „Sergej, magst Du übernehmen?".

    Dann gab sie jedoch selber eine Antwort, die „teilweise zusammenhanglos war“. Wie Mogherini sagte, hatte sie in ihrer Tweet-Nachricht die Flaggen Frankreichs und der EU gemeint, und nicht Macron selbst, der bei der französischen Stichwahl am 7. Mai auf Le Pen treffen werde.

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    Marine Le Pen, Emmanuel Macron, Federica Mogherini, Sergej Lawrow, Europäische Union, Frankreich
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