16:17 23 Oktober 2018
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    Soldaten der Volksmiliz bei den Übungen

    Nach Anschlag auf OSZE-Mission: Volksmiliz nimmt Kampf gegen Saboteure auf

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    Die Volksmiliz hat sich am Montag im Gebiet des Anschlags auf das OSZE-Fahrzeug ein Gefecht mit ukrainischen Saboteuren geliefert, wonach sich der Gegner auf das von Kiew kontrollierte Territorium zurückgezogen hat. Dies teilte am Dienstag der Volksmiliz-Sprecher der selbsterklärten Volksrepublik Lugansk (VRL), Andrej Marotschko, mit.

    „Gestern (am Montag – Anm. d. Red.) ist laut operativen Meldungen und Mitteilungen von Einheimischen im Raum der Ortschaft Sokolniki des Landkreises Slawjanoserbsk nahe der Frontlinie eine Sabotage- und Aufklärungsgruppe des Gegners entdeckt worden“, erklärte Marotschko.

    Ein Aufklärungstrupp der VRL habe diese Saboteure um 22.00 Uhr (Ortszeit) am 24. April in einem der verlassenen Häuser gesichtet.

    „Als sich die Saboteure weigerten, ihre Waffen niederzulegen, begann ein Gefecht. Aus dem von den ukrainischen Streitkräften kontrollierten Territorium wurde der Durchbruch der Sabotage- und Aufklärungsgruppe mit intensivem Feuer aus einem vollautomatischen Granatwerfer (AGS-17 – Anm. d. Red.) und aus großkalibrigen Schützenwaffen unterstützt“, konkretisierte Marotschko.

    Wie der Vertreter der Verteidigungsbehörde ferner mitteilte, ist es dem Gegner unter Feuerschutz gelungen, sich in Richtung der von Kiew kontrollierten Ortschaft Krimskoje zurückzuziehen.

    „Bei dem Gefecht wurde kein Angehöriger der Volksmiliz der VRL verletzt. Laut den Angaben unserer Aufklärer ist bekannt, dass die Saboteure mindestens einen Verletzten haben“, sagte Marotschko. Eine operative Ermittlergruppe sei an den Ort des Gefechts gefahren, um alle Umstände zu klären.

    Wie die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) am Sonntag mitgeteilt hatte, war eine aus zwei Fahrzeugen bestehende Patrouille der OSZE-Beobachtermission in der selbsterklärten Volksrepublik Lugansk auf eine Mine aufgefahren, wobei ein Mitglied der Patrouille ums Leben kam und zwei verletzt wurden. Aus der Staatsanwaltschaft der VRL hieß es diesbezüglich, am Ort des Geschehens sei eine getarnte Beobachterposition ukrainischer Saboteure entdeckt worden.

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    Minenexplosion, Saboteure, Kampf, OSZE, Andrej Marotschko, Volksrepublik Lugansk, Ukraine