12:41 19 Juni 2019
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    Russland-Sanktionen

    Russland ist nicht Haupt-Verlierer der Sanktionen – Medien

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    Sanktionen gegen Russland (2017) (146)
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    Die Russland-Sanktionen haben die russische Wirtschaft wesentlich beeinflusst, wie die österreichische Zeitung „Die Presse“ berichtet. Aber der Westen verlor dabei bedeutend mehr.

    Die europäischen Einschränkungen sollen die russische Wirtschaft kaum beeinflusst haben. Vielmehr hätten sie sie gestärkt, schreibt das Blatt. Experten vermuteten, dass die Sanktionen den Negativeffekt des Ölpreisverfalls ab Mitte 2014 allerdings noch verstärkt hätten.

    „Die Weltbank schätzt, dass die Sanktionen das BIP (Russlands – Anm. d. Red.) etwa einen halben Prozentpunkt an Wachstum kosten“, heißt es.

    Aber die russische Agrarproduktion beispielsweise sei selbst in den Rezessionsjahren 2015 und 2016 um 2,6 bzw. 4,8 Prozent gewachsen. „Bei Schweine- und Geflügelfleisch wurde man zum Selbstversorger, bei Getreide zum größten Exporteur. Bei Glashausgemüse gab es ein Plus von 30 Prozent. Der Staat fördert den Sektor massiv. Private investieren Milliarden“, schreibt „Die Presse“.

    Gleichzeitig gab das Blatt die Ergebnisse einer Studie des österreichischen Wirtschaftsforschungsinstituts von Ende 2016 an, wonach der EU-Exportrückgang nach Russland 2015 mit einer Bruttowertschöpfung von etwa 40 Milliarden betrug. Der Anteil der Sanktionen am österreichischen Exportrückgang beläuft sich auf 36 Prozent.

    Russlands Außenamt in Moskau
    © Sputnik / Natalia Seliverstova
    Die Krim hatte sich im Marz 2014 mit Russland wiedervereinigt, nachdem die Krim-Bewohner per Referendum den gewaltsamen Machtwechsel im Februar 2014 in Kiew als illegal abgelehnt und für den Beitritt zur Russischen Föderation gestimmt hatten. Nach der Wiedervereinigung der Krim mit Russland verhängten die USA und die EU-Mitgliedsstaaten Sanktionen gegen Russland, darunter im Bereich Wirtschaft und Finanzen. Als Antwort verbot Russland die Einfuhr von Lebensmitteln aus diesen Ländern.

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    Tags:
    Wirtschaft, Agrarindustrie, BIP, Sanktionen, Europäische Union, Österreich, Krim, Russland