17:43 29 November 2020
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    Die Zeitschrift „Politico“ hat eine alternative Version der Entwicklung der Situation in den USA im Falle des Sieges der demokratischen Kandidatin Hillary Clinton bei der Präsidentschaftswahl im November 2016 vorgestellt.

    „Am 29. April würden die ersten 100 Tage der Amtszeit Hillary Clintons auslaufen. Das wäre passiert, wenn ihr Team einen wahnsinnigen Forscher, eine Zeitmaschine und die Landkarte von Wisconsin (und anderen Regionen) gefunden hätte“, schrieb der Autor Matt Latimer, wobei er die US-Bundesstaaten meinte, die die von der demokratischen Präsidentschaftskandidatin ignoriert worden waren, weshalb sie viele Wählerstimmen verlor.

    Latimer, der einst Redenschreiber von Präsident George W. Bush war, vermutet, dass die ersten 100 Tage der Amtszeit Clintons für manche Liberalen „ein unaufhaltsamer Sonnenschein, die Erfindung eines Anti-Krebs-Medikaments und der kalorienlosen Schokolade“ hätten werden können. „Aber wie würde sich Washington unter einer demokratischen Präsidentin und einem Kongress mit der republikanischen Mehrheit verändern?“, fragte sich der Autor.

    Nach seiner Meinung wäre es in den ersten 100 Tagen der Präsidentschaft Clintons zu Auseinandersetzungen zwischen ihr und den Kongressmitgliedern gekommen, wobei ihre Popularitätswerte zurückgegangen wären. Auch wäre ein neuer Skandal um Bill Clinton möglich gewesen.

    Bei ihrem Auftritt hätte Clinton keine konkreten politischen Schritte vorschlagen können. Sie hätte von einem „historischen Sieg“ für Frauen gesprochen und beide Parteien zum Zusammenwirken aufgefordert. Dabei wäre niemand auf die Idee gekommen, die Zahl der Gäste bei der Zeremonie der Amtseinführung Clintons mit der beim Amtsantritt Barack Obamas vor vier Jahren zu vergleichen, so der Autor weiter. (Während des Amtsantritts von Präsident Trump hatten viele Medien und Nutzer von sozialen Netzwerken sich damit beschäftigt.)

    Am Anfang der Amtszeit Clintons hätten ihre Popularitätswerte laut einer Studie von Gallup bei 52 Prozent gelegen. 39 Prozent wären mit ihrer Politik nicht einverstanden gewesen.

    Am zweiten Tag hätte Bill Clinton erklärt, er wäre der „First Gentleman“ der USA. Joe Biden wäre zum US-Außenminister ernannt worden und der republikanische Senator Lindsey Graham zum Pentagon-Chef.

    Am vierten Tag wäre in der „New York Times“ der Beitrag erschienen, Clinton hätte ihren Wahlsieg ihrem Gatten zu verdanken. Zwei weitere Tage später hätte auch die „Washington Post“ einen ähnlichen, lobreichen Artikel veröffentlicht.

    Am siebten Tag hätte das Weiße Haus verkündet, der „Erste Gentleman“ würde auf eine „Welttournee des guten Willens“ gehen.

    Am elften Tag wäre Chelsea Clinton zur Beraterin der Präsidentin ernannt worden. Sie hätte auch die Leitung in einer extra gegründeten Behörde für Frauenrechte übernommen. Darauf hätte es kaum negative Reaktionen gegeben (im Unterschied zu vielen Protesten gegen die Ernennung Ivanka Trumps zur Beraterin des Präsidenten Donald Trump).

    Am 13. Tag hätte Clinton den US-Kongress an der Aufhebung der von Ex-Präsident Obama initiierten Gesundheitsreform gehindert. Die Republikaner hätten sich darüber beklagt, und Trump hätte erklärt, er hätte die Reform am ersten Tag seiner Amtszeit außer Kraft gesetzt. (In Wahrheit wurde er ausgerechnet von seinen republikanischen Parteikollegen im Kongress daran gehindert.)

    Am 23. Tag hätte Präsidentin Clinton auf ihr Veto gegen den von den Republikanern initiierten Gesetzentwurf zu einer Steuersenkung zurückgegriffen. Am 26. Tag hätte sie die Umweltschutznormen verschärft. Die Republikanische Partei hätte darauf erklärt, Clinton missbrauche Präsidentenerlasse.

    Am 30. Tag hätte ein Reporter des „Wall Street Journal“ einem Assistenten Clintons eine Frage bezüglich der Nutzung ihrer privaten E-Mail-Adresse für geschäftlichen E-Mail-Wechsel gestellt, und dieser hätte geantwortet, das amerikanische Volk hätte „schon darüber gesprochen“, und dies wäre ihm „egal“.

    Am 33. Tag hätte Hillary Clinton einen Erlass signiert, dem zufolge Millionen illegale Einwanderer in den USA legalisiert worden wären.

    Am 38. Tag hätte Bill Clinton nach seiner Rückkehr von der „Welttournee des guten Willens“ einen Reporter von „Fox News“ angebrüllt, der ihn gefragt hätte, was der „First Gentleman“ von bezahlten Auftritten vor Vertretern der Wall Street und CEOs von Großkonzernen halte.

    Am 42. Tag wäre Präsidentin Clinton mit Protesten mit Gewerkschaften konfrontiert worden, die sich darüber beklagt hätten, das Weiße Haus interessiere sich gar nicht für sie. Unter anderem hätten sie ihren Unmut über das Einwanderer-Gesetz zum Ausdruck gebracht.

    Am 60. Tag hätte die Staatschefin nach den Berichten über den Chemiewaffen-Einsatz in Syrien eine Kriegskampagne gegen den dortigen Präsidenten Baschar al-Assad ausgerufen.

    Zum 65. Tag ihrer Präsidentschaft wäre ihre Popularitätsrate auf 45 Prozent geschrumpft. Dieselbe Zahl der US-Bürger wäre mit ihrer Politik unzufrieden.

    Der 82. Tag der Amtszeit Clintons wäre auf den Tag ihres Treffens mit den Führungspolitikern Mexikos und Kanadas entfallen, wobei sie die NAFTA gelobt und gesagt hätte, offene Grenzen und der freie Handel wären „unvermeidlich“, so dass viele amerikanische Arbeiter ihre Arbeitsplätze nicht zurückbekommen würden. (Von der Schaffung von neuen Arbeitsplätzen in den USA sprach in Wahrheit wiederholt Präsident Trump.) Das Weiße Haus hätte danach erklärt, Clinton wäre „falsch verstanden worden“.

    Am 90. Tag hätte das Repräsentantenhaus des US-Kongresses den Gesetzentwurf über die Immigrationsreform abgelehnt. Die Webseite WikiLeaks hätte angesichts dessen versprochen, zum 100. Tag der Amtszeit Clintons eine „besondere Überraschung“ zu veröffentlichen.

    Am 95. Tag wäre Clintons Popularitätsrate auf 44 Prozent gesunken. 46 Prozent der US-Bürger hätten erklärt, ihre Politik gefalle ihnen nicht.

    Am 100. Tag hätte WikiLeaks tatsächlich Fragmente von Reden Bill Clintons vor Vertretern privater Unternehmensgruppen veröffentlicht, wobei er unter anderem gesagt hätte: „An diesen Tagen bin ich im Grunde ein Republikaner.“ Auch hätte er einen Plan für das Gesundheitswesen verspottet, der dem ähnlich wäre, den seine Frau verteidigt hätte. Donald Trump würde den Journalisten sagen, dass er „möglicherweise versuchen werde, 2020 für den Präsidentenposten zu kandidieren“, und dass er Zweifel an der Legitimität Clintons als Präsidentin habe.

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    100-Tage-Programm, Vermutung, US-Präsidentschaftswahl, Politico, Hillary Clinton, USA