09:23 25 Januar 2020
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    Der ukrainische Botschafter in Kirgisistan, Nikolai Doroschenko, ist von seinem Posten entbunden worden, geht aus einem Erlass des ukrainischen Präsidenten Petro Poroschenko hervor. Die Gründe für seine Entlassung wurden nicht bekannt gegeben.

    Doroschenko hatte sich im September letzten Jahres während der Sitzung der Staatschefs der Gemeinschaft Unabhängiger Staaten (GUS) in Kirgisistan in Anwesenheit des russischen Präsidenten Wladimir Putin öffentlich gegen die Übergabe des Vorsitzes in der Organisation an Russland ausgesprochen.

    Er begründete seinen Protest mit dem Anschluss der Krim an Russland und „der Förderung des militärischen Konfliktes im Osten der Ukraine“. Das löste letztendlich eine Diskussion zwischen Putin und dem Botschafter aus.

    Seinerseits habe Putin in dem Gespräch betont, dass Russland „nichts annektiert hat“ und der Anschluss der Halbinsel an Russland „in voller Übereinstimmung mit dem Völkerrecht und der UN-Charta“ erfolgt sei. „Alles, was mit der Krim passierte, ist das Resultat rechtswidriger Handlungen bestimmter politischer Kräfte in der Ukraine“, so der russische Präsident. Ihm zufolge führte diese das Land letztendlich zum Staatsstreich.

    Auf die Forderung, Russland den Vorsitz in der Organisation zu verbieten, folgte eine klare Reaktion von Putin: Da die Ukraine die Charta der Organisation nicht ratifiziert habe, könne sie „wohl kaum ihre Vorschläge zur Arbeit dieser Struktur einbringen“, betonte der russische Staatschef.

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    Tags:
    Konflikt, Auseinandersetzungen, Botschafter, Entlassung, GUS, Wladimir Putin, Nikolai Doroschenko, Kiew, Ukraine