19:32 21 Januar 2018
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    US-Atombombe vom Typ B61

    Russische Atom-Gefahr steigt? Moskau verweist auf USA

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    Politik
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    Die Erklärungen des Westens über eine angebliche Zunahme der „russischen Atom-Gefahr“ entsprechen nicht der Realität, wie Russlands Außenministerium am Samstag verlauten ließ. Damit reagierte Moskau auf den US-Bericht über die Einhaltung der Vereinbarung im Bereich der Kontrolle zur Nichtverbreitung von Atomwaffen.

    In den letzten Jahren wurde dem russischen Ministerium zufolge vielmehr in den USA eine ihrem Ausmaß nach beispiellose Kampagne zur Erneuerung aller Komponenten des US-Atomarsenals entfaltet, einschließlich nichtstrategischer Atomwaffen auf dem Territorium anderer Länder.

    „Die USA planen die Verlegung von neuen nuklearen Fliegerbomben mit reduzierter Wirkung, aber erhöhter Präzision in Europa. Solche Charakteristika senken die Einsatzschwelle von Atomwaffen rapide“, heißt es in der Erklärung des Außenministeriums.

    Derartige nukleare Kampfmittel gelten dann der Behörde zufolge nicht mehr als „politische Waffen“, sondern bereits als Waffen in einem Kampfeinsatz.

    Zugleich werde aber die absolut unbegründete Information über die angebliche Zunahme der „russischen Atomgefahr“ verbreitet. „Es werden Thesen unserer Militärdoktrin, die die Anwendung von Atomwaffen betreffen, gezielt verzerrt. Der westlichen Öffentlichkeit wird penetrant eingeredet, dass Russland angeblich seine Sichtweise auf die Rolle von Atomwaffen überdenkt. Darauf setzt man einen immer stärkeren Akzent“, hieß es aus Russlands Außenministerium. Das alle entspreche jedoch nicht der Wahrheit.

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    Tags:
    Zunahme, Kampfmittel, Bombe, Kampagne, Atomarsenal, Gefahr, Atomwaffen, Außenministerium Russlands, Europa, Russland, USA
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