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22:19 12 November 2019
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    24. Juni 1941, Umgebung von Minsk. Kinder während eines deutschen Bombenangriffs.

    Russischer Politiker fordert von Merkel Entschädigung von Kriegskindern

    © Sputnik / Yaroslawtsew
    Politik
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    Sergej Mironow, Vorsitzender der Partei „Gerechtes Russland“, hat Bundeskanzlerin Angela Merkel dazu aufgefordert, russische Kriegskinder zu entschädigen, statt Sanktionen zu verhängen. Merkel kommt am Dienstag zu Gesprächen mit Präsident Wladimir Putin nach Russland.

    „Wir begrüßen den Besuch der Kanzlerin in Russland“, sagte Mironow in einer speziellen Videoansprache. „Ich möchte Frau Merkel fragen: Möchten Sie nicht vielleicht die Kriegskindern ausbezahlen?“

    Der Politiker verwies damit auf deutsche Entschädigungszahlungen an Holocaust- und KZ-Überlebende: „Warum denn nicht den Kriegskindern Geld geben, statt immer neue Sanktionen zu verhängen…Greifen Sie in Ihre Tasche, das wäre gerecht“, so Mironow.

    Seine Partei hatte zuvor einen Gesetzesentwurf angekündigt, welcher es russischen Kriegskindern erlauben soll, Deutschland „wegen verlorener Kindheit“ auf Schadenersatz zu verklagen.

    Wegen der Ukraine-Krise 2014 haben die USA und – auf ihr Drängen hin – die EU wirtschaftliche und politische Sanktionen gegen Russland verhängt. Merkel ist als Befürworterin des Sanktionskurses gegen Moskau bekannt. 

    Die Partei „Gerechtes Russland“ ist mit 23 der insgesamt 450 Sitze die schwächste Kraft in der Staatsduma (russisches Parlamentsunterhaus).

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    Tags:
    Sergej Mironow, Angela Merkel, Deutschland, Russland