23:42 18 September 2020
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    Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen hat ihre ab Mittwoch geplante Reise in die USA abgesagt. Dies bestätigte ein Sprecher gegenüber deutschen Medien am Dienstag.

    "Für die Ministerin steht die Aufklärung der aktuellen Vorgänge um den Oberleutnant A. aus Illkirch im Vordergrund", wird der Sprecher zitiert.

    Wie berichtet wurde, war in der vergangenen Woche ein Bundeswehrsoldat, der sich offenbar unter falscher Identität als syrischer Flüchtling registrieren hatte lassen, festgenommen worden. Er werde verdächtigt, eine schwere staatsgefährdende Straftat vorbereitet zu haben, hieß es.

    Bei dem Bundeswehrsoldaten soll es sich um den Oberleutnant Franco A. handeln, der seit seiner Festnahme in Untersuchungshaft sitze. Am Montag war in den Medien bekannt geworden, dass es in der Bundeswehr schon seit 2014 Hinweise auf eine rechtsextreme Gesinnung des Mannes gegeben habe. Diese hätten jedoch nicht zu Konsequenzen geführt.

    Von der Leyen kritisierte am Wochenende im ZDF Verantwortliche in den Reihen der Bundeswehr. Sie sprach unter anderem von einem "Führungsproblem" und von "Haltungsschwäche". Nun scheint die Aufklärung des Falls Priorität zu haben.

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    Reise, Absage, Aufklärung, Terror, Skandal, Festnahme, Bundeswehr, Ursula von der Leyen, Deutschland, USA