02:23 16 Dezember 2017
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    Frauen in Burkas vor dem Brandenburger Tor

    „Deutschland muss sich von Burka abgrenzen“: Bosbach begrüßt Leitkultur-Debatte

    © AP Photo/ Miguel Villagran
    Politik
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    Angesichts des Flüchtlingsstroms nach Deutschland versteht Wolfgang Bosbach (CDU), wenn gerade Bundesinnenminister Thomas de Maizère mit seinen am Wochenende veröffentlichten Leitkultur-Thesen Regeln für das Zusammenleben in Deutschland aufstellen möchte.

    „Damit Menschen unterschiedlicher Hautfarbe, Religion und Staatsangehörigkeit konfliktfrei miteinander leben können, braucht es Regeln“, sagt der CDU-Innenexperte.

    „Wir sind nicht Burka“ – so hatte der Bundesinnenminister seine Thesen zur Leitkultur in der "Bild am Sonntag" betitelt. Deutschland müsse sich von der Burka abgrenzen: „weil Offenheit in der Kommunikation im Öffentlichen Raum zu unserem Kulturkreis gehört. Es ist für uns ganz verständlich, dass wir wissen: Wer kommt auf uns zu, mit wem sprechen wir“, erklärt Bosbach.

    Sputnik möchte von dem Bundestagsabgeordneten wissen, was „typisch deutsch“ sei: „Das kann ich leicht beantworten: Das sind Debatten um ihrer selbst willen.“ So verhalte es sich auch mit den zahlreichen Kritiken, die de Maizières Leitkultur-Thesen bekommen: von den Grünen, der AfD und der SPD. Bosbach springt seinem Parteifreund zur Seite: „Das ist eine Pauschalkritik am Bundeinnenminister ohne substanzielle Auseinandersetzung mit dem, was er gesagt hat. Ich glaube, dass einige Kritiker denken: In der Sache hat er Recht, aber es ist politisch nicht korrekt, dass er das so äußert.“

    Das komplette Interview finden Sie hier:

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    Tags:
    Flüchtlingskrise, Diskussion, Burka, Innenministerium Deutschlands, Thomas de Maizière, Deutschland