00:24 24 Juni 2017
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    Vernichtung chemischer Waffen (Symbolbild)

    Moskau weist HRW-Bericht über Abwurf sowjetischer Chemiebombe in Syrien zurück

    © RIA Novosti.
    Politik
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    Das Verteidigungsministerium Russlands hat Falschmeldungen zurückgewiesen, wonach über Chan Scheichun in der syrischen Provinz Idlib eine sowjetische Chemiebombe abgeworfen sein soll.

    „Die Bombe ChAB-250, von deren Einsatz die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch (HRW) berichtet hatte, wurde nie über die Grenzen der Sowjetunion hinaus exportiert. Mehr noch. Diese Bomben wurden schon längst vernichtet“, hieß es in einer am Dienstag in Moskau veröffentlichten Erklärung des Verteidigungsministeriums.

    Als „Beweis“ für den Einsatz von Kampfstoffen in Syrien habe HRW ein Foto einer Attrappe der ChAB-250-Bombe aus dem Museum der russischen Streitkräfte angeführt. Nach Angaben von Ministeriumssprecher Igor Konaschenkow wurden solche Bomben auch nie mit dem Giftgas Sarin gefüllt, weil sie konstruktiv nicht dazu geeignet waren.

    HRW hatte auch behauptet, dass am Ort der mutmaßlichen Giftgasattacke Splitter einer sowjetischen Fliegerbombe entdeckt worden waren.

    Die syrische Opposition hatte am 4. April über zahlreiche Opfer eines Giftgasangriffs auf Chan Scheichun berichtet und die syrischen Regierungstruppen dafür verantwortlich gemacht. Trotz aller Dementis von Damaskus und der Aufrufe Moskaus, eine Untersuchung zu dem tragischen Vorfall durchzuführen, feuerten US-Kriegsschiffe Dutzende Marschflugkörper gegen den syrischen Militärflugplatz Schairat ab, von dem angeblich der Giftgasangriff erfolgt sein soll.

     

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    Tags:
    Abwurf, Chemiebombe, Dementi, Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch (HRW), Igor Konaschenkow, Syrien, Russland