15:55 21 September 2020
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    US-Präsident Donald Trump, der ein Treffen mit Nordkoreas Chef Kim Jong-un nicht ausschließt, soll am besten noch weiter gehen und einen roten Teppich für Kim ins Weiße Haus ausrollen. Dies schreibt das Magazin „The National Interest“ in einem Kommentar. Tipp zwei: Trump soll sich ein Vorbild am US-Besuch von Nikita Chruschtschow nehmen.

    Demnach sind viele US-Bürger gegen eine solche Entscheidung Trumps, weil sie Kim als eine Art Monster sähen. Aber Trump sollte sich trotzdem an ihn direkt wenden, um die Krise auf der Koreanischen Halbinsel zu lösen – oder mindestens einen Versuch zu unternehmen und Nordkorea in ein friedlicheres Land zu verwandeln, hieß es.

    Der Versuch, Pjöngjang durch Druck nachgiebig zu machen, sei ein Fehler von Trumps Administration gewesen. So ein Benehmen stärke nur Nordkoreas Überzeugung, dass es sobald wie möglich ballistische Raketen entwickeln solle. Demnach sei das Schicksal des Iraks und Libyens Beweise genug für Pjöngjang, dass ausschließlich das Vorhandensein von Kernwaffen und deren Trägersystemen angemessene Garantien dafür seien, dass das Land nicht von den USA überfallen werde.

    Trump könne sicher einen guten Ausgang aus dieser außenpolitischen Sackgasse finden und mit Kim einen Deal machen, zum Beispiel einen Nichtangriffspakt zwischen den beiden Ländern, regelmäßige Inspektionen der Nuklearreaktoren in Nordkorea unter UN-Beteiligung, einen Rückzug eines Großteils der amerikanischen Truppen aus Südkorea sowie eine Absichtserklärung zur Bildung eines gemeinsamen und neutralen Staates Korea, hieß es.

    Nordkorea sollte man nicht trauen, sagen zwar einige, denn Kim sei ein unberechenbarer Politiker. Tatsächlich aber habe er bislang eher pragmatisch gehandelt, so NI.

    Die USA müssten nun echte Anstrengungen unternehmen, um Kontakt zur Führung Nordkoreas aufzubauen und die Krise auf der koreanischen Halbinsel zu lösen, schreibt das Portal. Er sollte für Kim einen roten Teppich ins Weiße Haus ausrollen.

    Als Vorbild könnte sich Trump ja die Organisation des US-Besuches des Chefs der Sowjetunion, Nikita Chruschtschow, nehmen. Im Jahr 1959 hatte er auf Einladung Eisehowers als erster sowjetischer Regierungschef die USA besucht. Damals war für ihn eine echte Tour durch das Land organisiert worden, hieß es. Drei Jahre später kam es unter Chruschtschow und Kennedy zur Kuba-Krise, die fast zu einem Dritten Weltkrieg hätte führen können. Die beiden Staatsführer konnten sich aber einigen, die Krise friedlich beizulegen. Chruschtschow bevorzugte den Kurs der „friedlichen Koexistenz“.

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    Tags:
    Kuba-Krise, Raketen, Internationale Beziehungen, Krise, Nikita Chruschtschow, Donald Trump, Sowjetunion, Südkorea, Nordkorea, USA