06:30 26 September 2018
SNA Radio
    Angela Merkel während Pressekonferenz in SotschiWladimir Putin während Pressekonferenz in Sotschi

    Merkel gab Putin ein Versprechen

    © Sputnik / Aleksej Nikolskij © Sputnik / Aleksej Nikolskij
    1 / 2
    Politik
    Zum Kurzlink
    2817622

    Bundeskanzlerin Angela Merkel hat dem Präsidenten Russlands, Wladimir Putin, zugesagt, nach ihrem Besuch in Sotschi mit dem ukrainischen Staatschef Petro Poroschenko über die Regelung der Situation im Donbass zu sprechen. Dies teilte am Mittwoch Putins Assistent Juri Uschakow mit.

    „Merkel will mit Poroschenko reden. Das sagte sie unserem Präsidenten“, so Uschakow vor Journalisten in Sotschi.

    Am Dienstag trafen sich Putin und Merkel zu Gesprächen in Sotschi. Laut dem  Pressesprecher des Staatschefs „war es ein sehr konstruktiver, sehr offener Meinungsaustausch und eine Erörterung der aktuellen Probleme – internationaler sowie regionaler“. Ein zentrales Thema sei die Situation in der Ukraine und die Umsetzung der Minsker Abkommen gewesen. Beide Politiker stimmten darin überein, dass die strenge Umsetzung der erzielten Vereinbarungen durchgesetzt werden müsse. Russlands Präsident appellierte an die Kanzlerin, auf den ukrainischen Staatschef Einfluss zu nehmen „um eine verantwortungsvollere Erfüllung jener Verpflichtungen voranzubringen, die auf der ukrainischen Seite liegen“

    Im Osten der Ukraine schwelt seit rund drei Jahren ein militärischer Konflikt. Die ukrainische Regierung hatte im April 2014 Truppen in die östlichen Kohlefördergebiete Donezk und Lugansk geschickt, nachdem diese den nationalistischen Staatsstreich vom Februar in Kiew nicht anerkannt und zuerst mehr Selbständigkeit gefordert und dann unabhängige „Volksrepubliken“ ausgerufen hatten.

    Formell gilt seit September 2015 in der Region eine Waffenruhe, dennoch kommt es immer wieder zu Zusammenstößen. Nach den jüngsten UN-Angaben sind bei den Gefechten zwischen dem Kiew-treuen Militär und örtlichen Bürgermilizen bislang insgesamt fast 10.000 Menschen ums Leben gekommen.

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren

    Zum Thema:

    Merkel bleibt bei zwei „K“ im Umgang mit Putin
    Merkel ohne Angst vor möglicher ausländischer Einmischung in deutschen Wahlkampf
    Putin im Gespräche-Marathon: Nach Merkel kommt Trump - und dann Erdogan
    „Bei jedem Gespräch lernt man natürlich auch etwas“: Merkel zu Dialog mit Russland
    Tags:
    Friedensgespräche, Konfliktlösung, Treffen, Minsker Abkommen, Petro Poroschenko, Angela Merkel, Wladimir Putin, Donbass, Deutschland, Russland, Ukraine