05:18 01 Dezember 2020
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    Mit Ironie hat die Chefredakteurin des TV-Senders RT und der Sputnik-Agentur, Margarita Simonjan, auf die jüngste Erklärung von Janis Sarts, Direktor des Zentrums für strategische Kommunikationen der NATO in Riga (StratCom), reagiert.

    „Ich warte, wann die NATO uns eine Einmischung in die Wahlen in Limpopo vorwerfen wird“, sagte Simonjan am Mittwoch in Moskau. „Sie wird das irgendwann mal unbedingt machen“, ironisierte sie in einer Stellungnahme zu einem Interview von Sarts für die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ), in dem er Russland „Propaganda zur Untergrabung der Einheit Europas“ vorgeworfen hatte.

    „Bundeskanzlerin Angela Merkel wurde zur wichtigsten Zielscheibe der Propaganda-Kampagne (Russlands)“, hatte Sarts gesagt. „Das hängt damit zusammen, dass Deutschland als führende europäische Macht die weitere Existenz Europas in seiner gegenwärtigen Form gewährleistet“, betonte der Chefstratege der NATO.

    Als Propaganda bezeichnete Sarts unter anderem RT- und Sputnik-Berichte. „Die Aktivität dieser russischen Medien in Bezug auf Berlin soll im Vorfeld der Bundestagswahlen nur zunehmen… Es gibt auch ein Netz von Agenten und gelenkten Organisationen“, sagte Sarts, ohne aber konkrete Beispiele anzuführen.

     

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    Tags:
    Kritik, Interview, FAZ, STRATCOM, Janis Sarts, Lettland, Russland