23:58 19 Juni 2019
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    Eurovision 2017

    EBU droht Ukraine und Russland mit ESC-Sanktionen

    © AFP 2019 / Sergei Supinsky
    Politik
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    Die europäische Rundfunkunion EBU, der Veranstalter des alljährlichen Eurovision Songcontest ESC, hält Sanktionen gegen Russland und die Ukraine wegen Bruchs der ESC-Statuten für möglich, wie der Vorsitzende der ESC-Reference Group der EBU, Frank-Dieter Freiling, bei ZDF Heute sagte.

    Es sei ein Grundwert des ESC, dass jedes EBU-Mitglied teilnehmen könne.

    „Egal, wer der Gastgeber ist“, so Freiling.

    Die russische Sängerin Julia Samoilowa habe aber von der Ukraine keine Einreisegenehmigung erhalten. „Insofern ist das ein Verstoß gegen die Statuten, der sanktioniert werden muss“, so der ESC-Vorsitzende weiter.

    Russland habe aber auch dagegen verstoßen, weil es an verschiedenen verpflichtenden Sitzungen im Vorfeld in Kiew nicht teilgenommen habe.

    „Unsere Statuten sehen manches bei Verstößen vor, von einer Geldstrafe, dem Entzug der Sponsorenanteile bis zu einer Sperre von bis zu drei Jahren“, gab Freiling an.

    Er betonte dabei, dass beide Länder von den Wettbewerben 2018, 2019 und 2020 ausgeschlossen werden könnten.

    „Nach dem ESC wird es eine Bekanntmachung geben, wahrscheinlich im Rahmen der Sitzung am 12. Juni“, so Freiling abschließend.

    Russland beteiligt sich dieses Jahr nicht am ESC, weil Kiew die russische Kandidatin Julia Samoilowa mit einem dreijährigen Einreiseverbot belegt hatte. Zur Begründung wies der ukrainische Inlandsgeheimdienst SBU auf einen „illegalen Auftritt der Sängerin auf der von Russland 2014 annektierten Halbinsel Krim“ hin. Kiew bestraft Reisen auf die Krim über russisches Gebiet mit Einreiseverbot in die Ukraine.

    Die europäische Rundfunkunion (EBU, Veranstalter des Gesangswettbewerbs) schlug Russland vor, die Kandidatin auszuwechseln oder deren Fernteilnahme zu organisieren.
    Der russische TV-Sender „Perwy Kanal“ lehnte eine Live-Schaltung von Samojlowa zum ESC ab und betonte, dass dies den Regeln und Prinzipien des Wettbewerbes widerspreche. Auch von einem Auswechseln von Samoilowa könne keine Rede sein. Aus diesem Grund will der Sender den Eurovision Song Contest in Kiew nicht übertragen.

    Der Eurovision Song Contest 2017 findet vom 8. bis 13. Mai in  Kiew statt.

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    Tags:
    Sperre, Geldstrafe, Verstoß, Verbot, Sanktionen, Eurovision Song Contest (ESC), Europäische Rundfunkunion (EBU), Julia Samoilowa, Russland, Ukraine