11:29 20 Februar 2020
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    Die Errichtung des Damms an der Grenze zur Schwarzmeerhalbinsel Krim durch Kiew, der die Wasserleitung aus dem Dnepr auf das Territorium der Krim komplett unterbrechen soll, ist laut der Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa, völlig sinnlos, weil Bewohner ihr Wasser aus anderen Quellen bekommen.

    Nord-Krim-Kanal auf dem Territorium der Krim
    © Sputnik / Wladimir Trefilow
    „Neulich hat die ukrainische Regierung die Inbetriebnahme eines Damms, der die Wasserleitung aus dem Dnepr auf das Territorium der Krim unterbricht, bekannt gegeben. Diese Errichtung soll demnach eine wichtige geopolitische Mission erfüllen“, sagte Sacharowa bei einem Briefing in Sewastopol. „Die Sinnlosigkeit dieses Schritts liegt jedoch auf der Hand, da dieses Wasser schon seit dem Frühling 2014 nicht mehr auf die Halbinsel geleitet wird.“

    Die Einwohner der Krim hätten längst gelernt, Wasser aus anderen Quellen zu beziehen.

    „Es entsteht der Eindruck, dass jemand in Kiew – und wir wissen alle, wer – einfach versucht, die Einwohner der Krim für ihre Wahl, die sie 2014 trafen, zu bestrafen“, betonte Sacharowa ferner. „Diese Handlungen bestätigen jedoch nur eins – die Wahl war richtig.“

    Der umstrittene Damm wurde an der Grenze der Ukraine zur Krim im Bezirk Kalantschak im Gebiet Cherson gebaut. Nach Angaben ukrainischer Medien soll das Projekt 35 Millionen Griwna (über 1,2 Millionen Euro) kosten.

    Der Nord-Krim-Kanal wurde in den Jahren 1961 bis 1971 zur Bewässerung der trockenen Gebiete um Cherson und der Halbinsel Krim gebaut. Der Kanal ist etwa 400 Kilometer lang. Seit 2014 hatte die Ukraine laut Medienberichten den Wasserdurchfluss vom Dnepr auf den meisten Kanalabschnitten blockiert.

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    Tags:
    Bestrafung, Wahl, Sinnlosigkeit, Unterbindung, Wasser, Maria Sacharowa, Ukraine, Krim