23:41 13 November 2019
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    Sergej Lawrow im UN-Sicherheitsrat (Archivbild)

    Lawrow: Westen will Chemiewaffen-Fall Chan Scheichun verzetteln

    © AP Photo / Seth Wenig
    Politik
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    Manche Länder des Westens versuchen, die Ermittlungen zu dem Chemiewaffen-Vorfall im syrischen Chan Scheichun Anfang April „zu verzetteln“. Dies erklärte Russlands Außenminister am Donnerstag nach den Gesprächen mit seinem Amtskollegen Timo Soini in Finnland.

    „Wir äußerten unsere gemeinsame Besorgnis über die Episode, die sich am 4. April in Chan Scheichun in Syrien beim Einsatz von Chemiewaffen ereignet hat“, sagte Lawrow. „Russland besteht auf einer kompetenten, sorgfältigen und transparenten Untersuchung, die manche unserer westlichen Kollegen bislang zu verzetteln versuchen.“

    Syrische Oppositionskämpfer hatten am 4. April rund 80 Tote und 200 Verletze bei einer angeblichen Giftgas-Attacke in der Stadt Chan Scheichun in der nordwestlichen Provinz Idlib gemeldet und die syrischen Regierungstruppen dafür verantwortlich gemacht. Damaskus wies diese Vorwürfe entschieden zurück und machte die Kämpfer und deren Schirmherren dafür verantwortlich. Dabei hieß es, dass sämtliche C-Waffenvorräte der syrischen Regierung zwischen 2014 und 2016 unter Kontrolle der Organisation für das Verbot chemischer Waffen (OPCW) sichergestellt und vernichtet worden wären.

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    Tags:
    Giftgasangriff, Kritik, Ermittlung, Opposition, Baschar al-Assad, Sergej Lawrow, Khan Sheikhoun, Syrien, Russland